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Arbeitmarkt
  • 04.01.2019

Weniger als 200.000 Menschen ohne Arbeit

  • Ein Facharbeiter steht im Bosch Werk in Reutlingen vor einer Charge von Radarsensoren für die Automobilindustrie (Bild: © dpa).

    Bild: © dpa

Zum ersten Mal seit 1992 lag die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Baden-Württemberg 2018 im Jahresschnitt unter 200.000. Im Dezember lag die Arbeitslosenquote weiter bei 3,0 Prozent. Mit nur 2,2 Prozent bleibt die Jugendarbeitslosenquote ebenfalls auf einem sehr niedrigem Niveau.

Im Dezember 2018 waren in Baden-Württemberg mit 185.480 Arbeitslosen etwa 10.500 Personen beziehungsweise 5,4 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich binnen Jahresfrist von 3,2 Prozent auf 3,0 Prozent. Die Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft bewegte sich mit derzeit fast 109.000 offenen Stellen auf hohem Niveau.
„Der konjunkturelle Aufschwung der vergangenen Jahre ist auch 2018 auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Die Zahl der Arbeitslosen im Land hat sich im Jahresdurchschnitt 2018 gegenüber 2017 um fast 18.000 verringert. Mit rund 195.000 Arbeitslosen hat das Land erstmals seit 1992 wieder die Grenze von 200.000 unterschritten“, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen und zog eine „überaus positive Jahresbilanz“.

„Momentan haben wir in Baden-Württemberg gut 50.000 langzeitarbeitslose Menschen, das sind zwölf Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Ausblick auf 2019 bleibt trotz der nach wie vor bestehenden Risiken positiv. Mit dem Teilhabechancengesetz und dem Qualifizierungschancengesetz wurden Voraussetzungen geschaffen, weitere strukturelle Verbesserungen für Langzeitarbeitslose und Beschäftigte im Wandel zu erreichen. Es gilt nun, diese Möglichkeiten gemeinsam für die Betroffenen in Baden-Württemberg im Jahr 2019 zu nutzen“, kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen.

Alle Personengruppen profitieren von der guten Lage am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen bleibt wie im Vormonat bei 2,2 Prozent. Von der guten Arbeitsmarktentwicklung haben 2018 alle Personengruppen profitiert. „Ganz besonders freut mich, dass der Arbeitsmarktaufschwung auch bei den Langzeitarbeitslosen angekommen ist. Seit Monaten geht die Zahl der Langzeitarbeitslosen – mit teilweise über zwölf Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten – deutlich stärker zurück als die Zahl aller Arbeitslosen,“ so die Ministerin.

Im Laufe des Monats haben sich 56.036 Personen arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig konnten 55.476 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich. Die Arbeitslosigkeit der Männer sank gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent, die der Frauen ging um 6,8 Prozent zurück. Bei den Jugendlichen verringerte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent. Ihre Arbeitslosenquote lag bei 2,2 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Im Dezember gab es bei den älteren Arbeitslosen ab 50 Jahre 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, bei den schwerbehinderten Arbeitslosen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent.

Mehr Beschäftigte als vor einem Jahr

Vor dem Hintergrund der positiven Arbeitsmarktbilanz für das Jahr 2018, bei der „wir unser Ziel der Vollbeschäftigung erreicht haben“, blicke die Ministerin optimistisch in das Jahr 2019. Die aufgrund der globalen Unsicherheiten nach unten korrigierten Wachstumserwartungen für das neue Jahr dürften nach Einschätzung der Ministerin zu einer zyklischen Abschwächung des langfristigen Wachstums, nicht aber zu einer Rezession führen: „Durch die anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage vor allem aus dem Dienstleistungsbereich erwarte ich für das Jahr 2019 einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um etwa 10.000 und eine Zunahme der Beschäftigung um etwa 90.000“, zeigte sich die Arbeits- und Wirtschaftsministerin optimistisch.

Ende Oktober 2018 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,74 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig, zwei Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Baden-Württemberg: Pressemitteilung und alle Zahlen zum Arbeitsmarkt (PDF)

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungbau Baden-Württemberg; Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Baden-Württemberg


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