Innovation

Erfolgsfaktoren für öffentliche Innovationslabore

Zwei Personen unterhalten sich vor einem Laptop auf dem Start-up-Gipfel.

Eine Studie im Auftrag des Innovationslabors der Landesregierung hat sechs entscheidende Kriterien für erfolgreiche Public Innovation Labs und ihre Integration in Verwaltungen herausgearbeitet.

Das Innovation in Politics Institute hat im Auftrag des Innovationslabors der Landesregierung (InnoLab_bw) eine Studie (PDF) erstellt, die Kriterien für eine erfolgreiche Arbeit in und mit einem „Public Innovation Lab“ (PIL) diskutiert.

Was sind Public Innovation Labs?

Ein PIL ist ein eigenständiger Teil beispielsweise einer Bundes- oder Landesverwaltung. Durch PILs wird das gezielte und effektive Erforschen, Erproben und Implementieren unterschiedlicher Innovationsthemen ermöglicht. Ziel kann es sein, die Verwaltung zu modernisieren und mit neuen Methoden ihre Arbeitsweisen oder die Digitalisierung anzugehen. Eine andere Funktion für PILs ist es, sich konkreten Themenkomplexen zu widmen, die aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten zu ihrer Verbesserung herausgearbeitet werden.

PILs ermöglichen Lösungen und Weiterentwicklung durch Flexibilität und Experimentierfreudigkeit. Sie verknüpfen Expertinnen und Experten, Forscherinnen und Forscher sowie Innovatorinnen und Innovatoren und arbeiten so gezielt und breitflächig konkrete Problemstellungen auf. Daraus ergeben sich Zukunftsvisionen, Richtungsweisungen und Handlungsempfehlungen, die die jeweiligen Bereiche nachhaltig weiterentwickeln.

Erfahrungen anderer Labore

Das Sichten wissenschaftlicher Arbeiten zu dem Thema und die Befragung fünf renommierter PILs – des Cyber Innovation Hub (Bundesministerium der Verteidigung), der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), des GovLab Arnsberg, des GovLabAustria und des National Centre for Public Sector Innovation (COI) in Dänemark – ergab Einblicke in vielschichtige Perspektiven auf die Arbeit von Innovationslaboren.

Dabei haben sich sechs entscheidende Kriterien für erfolgreiche PILs und ihre Integration in Verwaltungen herauskristallisiert.

  1. Wichtig für die Funktionalität eines PILs sei eine klare Mission beziehungsweise strategische Ausrichtung: Soll ein Themenkomplex inhaltlich bearbeitet werden oder geht es darum, durch Trainings die Verwaltung zu modernisieren? Unterstützt das PIL bestehende Projekte oder führt es eigene Projekte durch?
  2. Eine sinnvolle Verzahnung mit der Verwaltung und gegebenenfalls bestimmten Ministerien sowie eine qualitativ hochwertige interne Kommunikation, Arbeitsweise und Reflexion sind wichtig für die gemeinsame Arbeit.
  3. Auch die gelungene externe Vernetzung von PILs ist wichtig; Websites sowie Networking (zum Beispiel durch den Besuch von Messen oder Hackathons) helfen dabei, wichtige Kontakte zu knüpfen.
  4. Zur Finanzierung der nötigen Ressourcen wie Personal, Räumlichkeiten und Ausstattung eines PILs gibt es verschiedene Konzepte – von eigenen zu projektbezogenen Budgets oder die Regelung über allgemeine Verwaltungsstrukturen.
  5. PILs können sich verschiedenen Arbeitsweisen annehmen: Workshops, Weiterbildungen, Coaching, Beratung, Kooperationen, Forschung, Produktentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit sind alles Herangehensweisen, die zur Bearbeitung unterschiedlicher Problemstellungen genutzt werden.
  6. Und schließlich elaborieren Wirkungsmessungen, wie erfolgreich die Problemlösungen langfristig sind.

Das InnoLab_bw wird sich mit anderen Innovationslaboren austauschen und seine Mission dynamisch weiterentwickeln.

Erfolgsfaktoren für Public Innovation Labs – Eine Benchmarking-Studie (PDF)

Staatsministerium: Innovationslabor der Landesregierung (InnoLab_bw)

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Städtebauförderung
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