Corona-Massnahmen

Einschränkungen für Geimpfte und Genesene größtenteils aufheben

Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht während einer Pressekonferenz.

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August 2021 wirbt Ministerpräsident Kretschmann für eine Aufhebung der Maßnahmen für Genesene und Geimpfte.

Vor dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag, den 10. August 2021 fordert Ministerpräsident Winfried Kretschmann Klarheit für den Herbst. „Es ist richtig, dass wir mit dem Fortschreiten der Impfquote zu einem neuen Umgang mit Freiheiten und Beschränkungen kommen müssen. Dabei gilt grundsätzlich: Die Einschränkungen bei Geimpften und Genesenen werden wir zu großen Teilen aufheben. Grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel das Masketragen im öffentlichen Personennahverkehr werden wir sicher erst mal beibehalten. Für die Nichtgeimpften werden wir den Zugang weiter an Bedingungen knüpfen müssen. Denn sie haben ein vielfach höheres Risiko, sich selbst und andere anzustecken.“

Ministerpräsident Kretschmann wird sich beim Bund-Länder-Treffen weiter für das 3G-Prinzip stark machen. Das heißt, dass getestete, geimpfte und genesene Personen gleichgestellt sind. „Das heißt: Geimpfte und Genesene sind im Zugang frei. Für Nichtgeimpfte ist der Zugang an die Vorlage eines negativen Testergebnisses gekoppelt. Ein 2G-Prinzip ist in der Praxis im Übrigen auch schwer umsetzbar, beispielsweise weil sich die Grundversorgung von anderen Lebensbereichen nur schwer abgrenzen lässt. Wo fängt das an? Wo hört das auf? Und wer definiert das? Kurzum: Die Nichtgeimpften müssen in Zukunft mehr Aufwand betreiben – auch finanziell. Denn auf Dauer wird die öffentliche Hand die Tests nicht finanzieren können. Das ist auch eine Frage von fairer Lastenverteilung, denn es gibt ja bereits ein kostenfreies Impfangebot für alle.“

Das Impfangebot steht im Mittelpunkt

Kretschmann sieht die 7-Tage-Inzidenz weiter als wichtigen Parameter zur aktuellen Lageeinschätzung der Pandemie. Sie sei allen anderen Paramentern vorgelagert und zeige am schnellsten, wenn sich die Lage verschärft oder entspannt. „Aber je höher die Impfquote, desto mehr steht die Frage der Belastung des Gesundheitssystems im Mittelpunkt. Wie wir das genau bemessen, das werden wir in der Bund-Länder-Schalte am 10. August 2021 besprechen. Da gibt es unterschiedliche Vorschläge. Die Auslastung der Intensivstationen der Kliniken oder auch die Hospitalisierungsrate, also der Anteil der Infizierten, der ins Krankenhaus gehen muss, sind mögliche Parameter. Aber da müssen wir einfach schauen, welches Modell am besten funktioniert in der Praxis. Es muss auf jeden Fall sichergestellt sein, dass wir nicht zu spät reagieren.

Bei der Frage nach in Zukunft möglicherweise kostenpflichtigen Tests für Menschen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten, macht Kretschmann deutlich, dass das Impfangebot im Mittelpunkt stehe. „Es ist ein großes Privileg, dass wir jetzt in der komfortablen Situation sind, dass Impfungen für alle zur Verfügung stehen. Und die Impfung ist kostenlos. Impfen ist bisher der einzige Weg aus der Pandemie. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich, sondern auch andere. Das ist ein Zeichen der Solidarität und Verantwortung. Wenn es zu Einschränkungen für Nichtgeimpfte kommt, ist das die selbst gewählte Konsequenz aus der freien Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen.“

Kretschmann bezeichnet das Impfen als Bürgerpflicht. Auch Baden-Württemberg werbe für die Impfung und appeliere an die Verantwortung jedes Einzelnen. „Denn wir tragen als Gemeinschaft eine große Verantwortung gerade auch für jene, die nicht durch eine Impfung geschützt werden können – also zum Beispiel für die Kinder unter zwölf Jahren, für die es bislang schlicht keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Sie haben unsere Solidarität als Gemeinschaft verdient.“

Fragen und Antworten zur Corona-Impfung in Baden-Württemberg

Impfkampagne „dranbleibenBW“

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus
  • Coronavirus

Die aktuellen Corona-Zahlen für Baden-Württemberg

Porträt von Staatssekretärin Andrea Lindlohr
  • Namensbeitrag

So werden unsere Städte nachhaltig

Eine Pflegerin schiebt eine Bewohnerin eines Pflegeheims in einem Rollstuhl über den Flur.
  • Corona-Impfung

Impfquote bei Pflegeheimbewohnern steigt weiter an

50 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Land nehmen am Bürgerforum Corona teil
  • Bürgerbeteiligung

Bürgerforum Corona übergibt Abschlussbericht

Logo der Innenministerkonferenz (IMK) 2021 mit Vorsitz von Baden-Württemberg.
  • Innenministerkonferenz

Symbolische Übergabe des Staffelstabs der Innenministerkonferenz

  • Corona-Verordnung

Anpassung des Stufensystems der Corona-Verordnung

Paragraphen-Symbole
  • Corona-Verordnungen

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen

Ein Mann betrachtet auf einem Computermonitor die Elektronenmikroskopaufnahme eines MERS-Coronavirus, einem engen Verwandten des neuartigen Coronavirus. (Bild: Arne Dedert/dpa)
  • Coronavirus

Wissenschaftliche Fachtagung zu Long-Covid

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und der Unternehmer und Stifter Hans-Werner Hector (rechts) bei der Unterzeichnung der Vereinbarung
  • Künstliche Intelligenz

Vereinbarung zur Gründung eines ELLIS Instituts

Drei Schüler:innen sitzen mit einer medizinischen Maske im Unterricht.
  • Schule

Kooperationsvereinbarung zum gemeinschaftlichen Lernen beschlossen

Die sanierten Talvogteischeunen in Kirchzarten
  • Denkmalschutz

Städtebauförderung „Talvogtei“ in Kirchzarten abgeschlossen

Das Staatsministerium in der Villa Reitzenstein (Frontansicht).
  • Coronavirus

Bericht aus der Corona-Lenkungsgruppe vom 26. Januar 2022

Das Foto zeigt die Icons der Corona-Warn-Apps Luca und die Corona-Warn-App der Bundesregierung, vertreten durch das Robert-Koch-Institut.
  • Coronavirus

Baden-Württemberg wird aus luca-App aussteigen

  • Corona-Massnahmen

Baden-Württemberg kehrt zum Stufenplan zurück

Blick auf den Eingangsbereich des Wuppertaler Friedhofs am 01.11.2015 (Nordrhein-Westfalen). (Bild: Rolf Vennenbernd / dpa)
  • Erinnerungskultur

Sanierung von jüdischen Gräbern abgeschlossen

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 25. Januar 2022

Ein junges Mädchen mit Mund-Nasen-Schutz liegt krank auf der Couch.
  • Coronavirus

Land passt Regelungen für Quarantäne und Isolation an

  • Wohnungsbau

Mehr Förderung für sozialen Wohnungsbau

Die Frage Nachhaltige Beschaffung? vor grünem Hintergrund
  • Nachhaltigkeit

Werben für Nachhaltigkeit in der öffentlichen Verwaltung

Fahrzeuge der Polizei stehen am Gelände der Heidelberger Universität. Auf dem Campus hat es einen Amoklauf gegeben. Ein Einzeltäter habe am 24. Januar 2022 mit einer Langwaffe auf mehrere Menschen in einem Hörsaal geschossen und eine Person getötet sowie drei weitere verletzt.
  • Polizei

Amoklauf an der Universität von Heidelberg

In Westen gekleidete Polizisten stehen in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Silas Stein/dpa)
  • Polizei

Wochenendbilanz der Polizei

Ein Junge wird mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.
  • Corona-Impfung

Über die Hälfte der Baden-Württemberger geboostert

Studierende mit Mund-Nase-Schutz sitzen während einer Vorlesung in einem Hörsaal.
  • Corona-Pandemie

Land will Regelstudienzeit an Hochschulen erneut verlängern

Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg
  • Strasse

Asphalttrümmer hochwertig und umweltverträglich verwerten

Ein Student für Bildhauerei arbeitet in einem Atelier an einer Holzskulptur. (Foto: © dpa)
  • Kunst und Kultur

Nochmals mehr als 1.500 Corona-Stipendien für freischaffende Künstler