Naturschutz

Bericht zur Lage der Natur vorgelegt

Ein kleiner Junge isst Heidelbeeren im Nationalpark Schwarzwald (Bild: © qu-int.gmbh/Nationalpark Schwarzwald)

Erstmals hat die Landesregierung einen Bericht zur Lage der Natur in Baden-Württemberg vorgestellt. Der Bericht zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg, Wohlstand und verantwortlicher Umgang mit der Natur Hand in Hand gehen können. Das Anliegen der Landesregierung, Naturschutz in der Mitte der Gesellschaft zu verankern, zeigt Wirkung.

„Natur- und Artenschutz sind eine große Herausforderung für die Gesellschaft. Dies gilt insbesondere für ein starkes Industrieland wie Baden-Württemberg“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Vorstellung des Berichts.

Genauso wie bei den hier hergestellten Produkten auf höchstes Niveau Wert gelegt wird, muss Baden-Württemberg auch beim Naturschutz höchste Maßstäbe ansetzen. „Wir wollen beweisen, dass wirtschaftlicher Erfolg, Wohlstand und ein verantwortlicher Umgang mit der Natur Hand in Hand gehen können“, so Kretschmann.

Die grün-rote Landesregierung hat den Naturschutz erstmals als gesamtgesellschaftliche Aufgabe definiert und als Querschnittthema ins Zentrum der Politik gerückt, dem alle Ministerien verpflichtet sind. „Die neue Schwerpunktsetzung spiegelt sich auch in den für den Naturschutz bereitgestellten Finanzmitteln wider: In der laufenden Legislaturperiode hat Grün-Rot die Finanzmittel für den Naturschutz auf über 60 Millionen Euro aufgestockt und damit mehr als verdoppelt“, machte Kretschmann deutlich.

Umfangreiches Monitoring der Naturschutzstrategie

„Mit dem ersten Bericht zur Lage der Natur beschreiten wir völlig neue Wege, indem wir transparent darlegen, wie es um Natur, Landschaft und die biologische Vielfalt im Land steht und wo Handlungsbedarf besteht“, erklärte Naturschutzminister Alexander Bonde.

Erfolgreiche Naturschutzpolitik gelingt nur, wenn es fundierte Informationen zum Zustand der Natur gibt, anhand derer die Umsetzung der gesetzten Ziele überprüft werden können. Der Bericht dient deshalb dazu, diese aktuellen Informationen zu sammeln, Naturschutzmaßnahmen fachlichen zu bewerten und den Einsatz von Personal und Finanzmitteln effizienter zu gestalten. Damit ist der Bericht auch Teil eines umfassenden Monitorings für die in der Naturschutzstrategie der Landesregierung formulierten Ziele und Maßnahmen.

„Mit unserer bundesweit gelobten neuen Naturschutzstrategie haben wir die Naturschutzpolitik des Landes strategisch neu ausgerichtet und wichtige Schwerpunkte gesetzt, um unserer Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt gerecht zu werden. Wir haben einen konkreten Fahrplan vorgelegt und lassen uns an klaren Zielen messen“, betonte Bonde.

Künftig ein Bericht pro Legislaturperiode

Die Berichte sollen den Landtag und die Bevölkerung Baden-Württembergs künftig auf Basis eines Sets ausgewählter Indikatoren über den Zustand von Natur und Landschaft sowie der biologischen Vielfalt informieren. Im vor kurzem verabschiedeten Landesnaturschutzgesetz sowie in der Naturschutzstrategie Baden-Württemberg hat sich die Landesregierung zur Veröffentlichung eines solches Berichts zur Lage der Natur in Baden-Württemberg einmal pro Legislaturperiode verpflichtet.

Bereits Erfolge erkennbar

Wie der Bericht zeigt, hat die Landesregierung bereits viele wichtige Maßnahmen umgesetzt und zahlreiche Erfolge bei der Umsetzung der Naturschutzstrategie vorzuweisen. Mit dem Nationalpark Schwarzwald und dem Biosphärengebiet Schwarzwald sind in dieser Legislaturperiode zwei Großschutzgebiete eingerichtet worden. Der Nationalpark geht in sein drittes Jahr und ist überaus erfolgreich. Beide Schutzgebiete bieten einen Mehrwert für Mensch und Natur und helfen dabei, die biologische Vielfalt Baden-Württembergs zu bewahren.

Auch die Naturnähe der übrigen Wälder im Land hat in den vergangenen Jahren zugenommen. So sind 2014 mehr als 50 Prozent aller Wälder Baden-Württembergs als „sehr naturnah“ oder „naturnah“ eingestuft worden – dem höchsten Wert im gesamten Bundesgebiet. Die Weiterentwicklung des Arten- und Biotopschutzprogramms hat die Lebensräume stark gefährdeter Arten verbessert.

Das Land hat die Rahmenbedingungen für den Schutz und die Pflege des Grünlandes verbessert und den anhaltenden Grünlandverlust in Baden-Württemberg durch ein Umbruchverbot stoppen können.

Pressemitteilung

Videoreportage: Unterwegs im Nationalpark Schwarzwald

Pressemitteilung: Südschwarzwald bekommt Biosphärengebiet

Interaktive Zwischenbilanz: Wir bringen den Naturschutz voran 

Bericht zur Lage der Natur in Baden-Württemberg (PDF)

Naturschutzstrategie Baden-Württemberg (PDF)

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