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Baden-Württemberg Stiftung
  • 13.10.2017

35 Millionen Euro für Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur

  • Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)

    Quelle: © dpa

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat neue Programme für das Jahr 2018 beschlossen. Die Stiftung legt unter anderem Schwerpunkte auf die Kriminalitäts- und Gewaltprävention, neue Forschungsprogramme sowie die Stärkung des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs. Die Stiftung leiste einen wertvollen Beitrag zur Zukunft des Landes, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat heute unter Vorsitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Programme für das Wirtschaftsjahr 2018 beschlossen. Zunächst fließen in einer ersten Tranche 35 Millionen Euro sowohl in neue Projekte als auch in bestehende Programme aus den drei Bereichen Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur. Insgesamt stehen für das Jahr 2018 41,57 Millionen Euro, inklusive des Budgets der Stiftung Kinderland, zur Verfügung. Über weitere Projektmittel wird im Frühjahr 2018 entschieden werden.

„Mit der Aufstockung des Baden-Württemberg-STIPENDIUMS, der Stärkung wichtiger Forschungsfelder wie der Photonik und Epigenetik und auch den Projekten zur Kriminalitäts- und Gewaltprävention sowie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert die Baden-Württemberg Stiftung ganz gezielt innovative Maßnahmen, die einen wertvollen Beitrag zur Zukunft Baden-Württembergs leisten“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die Stiftung wird zudem ihr Engagement für die MINT-Bildung, die Stärkung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie für Kunst und Kultur fortführen. „Auch in Zukunft werden wir mit gezielten Initiativen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes erhalten und verbessern“, erklärt Geschäftsführer Christoph Dahl. „Wir werden uns den großen Herausforderungen wie der nachhaltigen Mobilität, der Integration und der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen widmen“.

Erfolgreiche Anlagestrategie sorgt für stabile Ausschüttungen

Die Baden-Württemberg Stiftung verwaltet ein Vermögen von 2,3 Milliarden Euro und zählt damit zu den größten Stiftungen in Deutschland. Trotz weiter gesunkener Zinsen konnten die Ertragsziele für das laufende Jahr leicht übertroffen werden. „Im Jahr 2017 konnten wir unser Immobilienportfolio mit dem Kauf des von der Mercedes-Benz-Bank genutzten Gebäudes am Stuttgarter Pragsattel erfolgreich erweitern. Das Jahresergebnis wird deshalb noch etwas höher ausfallen als ursprünglich geplant. Dank unserer erfolgreichen Investitions- und Anlagestrategie können wir auch für 2018 ein Projektvolumen von mehr als 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen“, sagt der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Forschung

Baden-Württemberg ist der bedeutendste Standort für Optische Technologien in Deutschland mit Weltmarktführern der Lasertechnologie wie TRUMPF oder Carl Zeiss. Aus den bisherigen Photonik-Programmen sind zahlreiche Erfindungsmeldungen und mehr als zehn Patentanmeldungen hervorgegangen, die dazu beitragen, dass das Land seine Spitzenposition in diesem Feld halten kann. Für eine erneute Ausschreibung des Programms „Photonik“ stellt der Aufsichtsrat fünf Milionen Euro zur Verfügung. Weitere fünf Millionen Euro wurden für das neue Forschungsprogramm „Epigenetik“ bewilligt. Die Epigenetik ist ein Spezialgebiet der Biologie und befasst sich mit Zelleigenschaften, die auf Tochterzellen weitergegeben werden und nicht in der DNA-Sequenz festgelegt sind. Daher werden in der Epigenetik Änderungen der Genfunktion untersucht, die nicht auf Mutation des Erbguts beruhen, aber dennoch vererbt werden. Diese epigenetischen Veränderungen können zur Entstehung von Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, führen.

Bildung

Der internationale Austausch junger Menschen durch das Baden-Württemberg-STIPENDIUM wird weiter gestärkt. Das Programm wird für das nächste Studienjahr mit 7,5 Millionen Euro dotiert. Die Erhöhung erfüllt zum einen das Ziel, der wachsenden Studierendenzahl im Land gerecht zu werden. Zum anderen können die bislang schwach vertretenen Länder Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) sowie die Least-Developed-Countries (LDC-Länder) besser ins Programm eingebunden werden. Alleine den Studierenden aus AKPs und LDCs kommen eine Million Euro zugute. Sie gehören zu den mehr als 1.400 Stipendiaten pro Jahr, die nach Baden-Württemberg kommen oder von hier aus ins Ausland streben. Das Stipendienprogramm ist eines der größten Austauschprogramme in Deutschland.

Gesellschaftlicher Wandel und Kultur, Soziale Verantwortung

Im Rahmen des neu geschaffenen Aktionsprogramms Gewalt- und Kriminalprävention, das mit 1,5 Millionen Euro dotiert ist, sollen Angebote initiiert und entwickelt werden, die präventiv, aber auch während der Haftzeit und in der Zeit danach ansetzen. Dabei sollen Aspekte wie kulturelle Hintergründe und Traumatisierung mit berücksichtigt werden. Ein Bestandteil wird der Aufbau eines Angebots zur Vorbereitung junger Häftlinge auf die Zeit in Freiheit sein und deren Betreuung in Schule, Ausbildung und Beruf nach der Haft. Ein weiteres Projekt soll sich geflüchteten Frauen und Mädchen widmen, die Gewalt erfahren haben und deren psychische Gesundheit gestärkt werden muss, um die Grundlage für eine gute Integration zu legen.Der Kunstfonds der Baden-Württemberg Stiftung, mit dem kleinere und mittlere innovative Kulturprojekte unterstützt werden, wird für 2018 mit 1,85 Mio. Euro ausgestattet.

Die Baden-Württemberg Stiftung

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Baden-Württemberg Stiftung

Quelle: Baden-Württemberg Stiftung



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