Corona

Die Corona-Warn-App

Eine Frau hält ein Smartphone mit der installierten Corna-Warn-App in die Kamera.

Um das Video zu sehen, müssen Sie dieses Feld durch einen Klick aktivieren. Dadurch werden Informationen an Youtube übermittelt und unter Umständen dort gespeichert. Bitte beachten Sie unsere Hinweise und Informationen zum Datenschutz.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist ein weiterer wichtiger Baustein bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie hilft, Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen. Hier finden Sie alle Informationen rund um die App.

Die Corona-Warn-App ist neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstand halten und Alltagsmasken ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus (SARS-CoV-2) einzudämmen. Im Vorfeld hat es viele Diskussionen um den generellen Ansatz, um Datenschutz und die Funktionalität der App gegeben. Die Landesregierung freut sich, dass sich die Bundesregierung für den von vielen und auch uns favorisierten Weg einer dezentralen Lösung entschieden hat.

Die App speichert die Daten ausschließlich auf dem eigenen Smartphone und nicht auf einem zentralen Server. Ein anonymer und regelmäßig wechselnder Zufallscode (ID) verhindert, dass Rückschlüsse auf die Anwenderinnen und Anwender der App geschlossen werden können. Begegnen sich zwei Personen, die die App auf ihrem Smartphone installiert haben, tauschen die beiden Apps lediglich den Zufallscode aus und speichern ihn für zwei Wochen.

Wird jemand, der die App aktiv nutzt, positiv getestet, kann er über einen Sicherheitsschlüssel, den er vom Gesundheitsamt bekommt, seine in der App anonym gespeicherten relevanten Begegnungen warnen. Relevant ist eine Begegnung nur dann, wenn man eine bestimmte Zeit mit einem bestimmten Abstand zusammen gewesen ist. Begegnet man nur jemanden im Vorübergehen auf der Straße, ist das keine relevante Begegnung. Sitzt oder steht man aber mehrere Minuten mit jemandem eng beieinander, ist es eine relevante Begegnung.

Es besteht kein Zwang, nach einem positiven Test eine solche Warnung auszulösen. Wenn sich jemand entscheidet, die Warnung zu senden, überträgt die App die eigene anonyme ID an einen Server. Andere Apps checken regelmäßig, ob einer der eigenen gespeicherten App-Begegnungen auf dem Server auftaucht. Wenn das der Fall ist, löst die App eine Warnung aus mit der Aufforderung, sich mit den Gesundheitsbehörden in Verbindung zu setzen. Ob man auf diese Warnung reagiert, steht den App-Nutzerinnen und Nutzern ebenfalls frei.

Keine Rückverfolgbarkeit der IDs möglich

Während der Datenverarbeitung ist es nicht möglich, die IDs wieder einzelnen Personen zuzuordnen. Der warnende Nutzer weiß nicht, welche Personen gewarnt werden und die Gewarnten wissen nicht, von wem die Meldung stammt. Auch die Betreiber und Entwickler der App, die App-Stores sowie Bundes- oder Landesbehörden haben keinen Zugriff auf die Daten.

Die App setzt also nicht nur möglichst hohe Ansprüche an den Datenschutz, sondern setzt auch auf die Freiwilligkeit und Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, dieses Werkzeug gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzusetzen.

Bei der Entwicklung spielt aber auch Transparenz eine große Rolle. Der Quellcode ist offen einsehbar und externe Expertinnen und Experten konnten sich an der Testung und Weiterentwicklung beteiligen. So haben die beiden Entwicklerfirmen Deutsche Telekom und SAP gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut als App-Betreiber und der Bundesregierung als Financier der App Vertrauen in die Anwendung geschaffen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit waren und sind in die Entwicklung eingebunden.

Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App

Wie funktioniert die Corona-Warn-App? Gibt es eine Pflicht sie zu installieren, was passiert mit meinen Daten und was muss ich machen, wenn ich eine Warnung bekomme? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die App.