Kunst

Starkes Kulturland

Theater Applaus (© Andrea Kremper)

Baden-Württemberg verfügt über eine herausragende Kulturlandschaft, die von Spitzenkunst, vielfältigen Kultureinrichtungen im ganzen Land und einem breiten ehrenamtlichen Engagement geprägt ist. Die Kulturpolitik des Landes zielt darauf ab, die künstlerischen Freiräume zu erweitern und neue experimentelle Vorhaben in allen Sparten zu fördern.

Die lebendige Kunst- und Kulturszene in Baden-Württemberg fußt auf einem reichen kulturellen Erbe, bietet gute Entfaltungsmöglichkeiten für alle Formen von Kunst und Kultur und trägt entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Der Südwesten zeichnet sich durch eine überaus differenziert aufgestellte Kulturszene aus, in der Kunst und Kreativität entstehen und gefördert werden. In kaum einem anderen Bundesland gibt es eine vergleichbare Anzahl von Theatern, Orchestern, Museen, freien Ensembles, soziokulturellen Zentren, Literatureinrichtungen, Festivals, Bibliotheken, Archiven, Akademien und Hochschulen – teilweise mit herausragendem Renommee. Nicht nur in den Ballungszentren und städtischen Gegenden, sondern auch in ländlichen Regionen sind kulturelle Zentren und Kulturangebote selbstverständlich.

Breite Kulturlandschaft

Damit Kunstschaffende und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg auch in Zukunft gute Arbeitsbedingungen finden, sorgt das Land für eine transparente Förderung und eine verlässliche Finanzierung – oftmals in bewährter Partnerschaft mit den Kommunen. Dabei ist die Förderung aller Kunstformen und der Gesamtheit des künstlerischen Schaffens eine der zentralen Aufgaben der Landespolitik.

Zu einem vitalen Kunst- und Kulturleben gehören neben Exzellenz und herausragenden Leistungen auch Vielfalt und Breite im gesamten Land. Die Breitenkultur als Basis für eine lebendige und ausdifferenzierte Kulturlandschaft genießt deshalb große Beachtung. Denn das oftmals ehrenamtliche Engagement weckt früh das Interesse an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und schafft Zugänge zu Kunst und Kultur.

Der Dialogprozess „Kulturpolitik für die Zukunft“ mit Kunst- und Kulturakteuren thematisiert die neuen Herausforderungen und Veränderungsprozesse durch den gesellschaftlichen Wandel für Kulturinstitutionen, Verwaltung und Politik thematisiert. Ein wichtiges Anliegen ist die stärkere Öffnung der Kultureinrichtungen für ein breites, diverses Publikum und die Ansprache neuer Publikumskreise. Dazu gehört der Einsatz digitaler Vermittlungsformate und die Entwicklung digitaler Strategien.

Kunst und Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die Landesregierung fördert künstlerische und soziokulturelle Projekte, die Kultureinrichtungen in verschiedene Richtungen öffnen.

Ein spartenübergreifendes Sonderprogramm stärkt gezielt Formate, die ein neues Miteinander von Kunst und Gesellschaft erproben – dialogorientiert, partizipativ, nah am Bürger. Gleichzeitig gehen die Förderprogramme dabei in die Fläche und vor allem in den ländlichen Raum. Die Institutionen können mit neuen Kooperationsformen ihre Programme für alle zugänglich machen, um neue Zielgruppen zu erreichen und neuartige Konzepte zu entwickeln – durch Zusammenarbeit von professioneller Kunst mit den Bereichen Amateurkunst, Soziales, Bildung, Religion, Sport, Wirtschaft und Verwaltung. Die zweite Förderlinie des Programms „Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ zielt auf neue museumspädagogische Vermittlungsangebote der Freilichtmuseen in Baden-Württemberg, die eine Brücke zu Fragen ganzheitlicher Lebenskultur schlagen – von Biodiversität bis hin zum Umgang mit Ressourcen.

Der dritte Programmteil ist Baustein für die Förderung der strategischen Neuausrichtung des Linden-Museums als „Weltmuseum“, in dem neue museologische Ansätze zur Präsentation ethnologischer Objekte erprobt werden.

Innovation und neue Ausdrucksformen

Kunst und Kultur leben von Kreativität und Ideen. Sie brauchen Entfaltungsmöglichkeiten, frei von jeglicher Einflussnahme. Damit sich neue Ansätze, Sichtweisen und Konzepte entfalten und neue Impulse entstehen können, fördern wir mit dem Innovationsfonds Kunst neuartige Ausdrucks- und Beteiligungsformen in verschiedenen Sparten mit den Linien „Innovative Projekte“, „Kulturelle Bildung“, „Kunst und Kultur für das ganze Land“ und „Interkultur“ Bislang haben hiervon mehr als 600 Projekte mit etwa 15 Millionen Euro profitiert.

Zu einem lebendigen Kunstgeschehen gehören Reflexion und Austausch der Akteure. In Kunstdialogen schaffen wir Formate für den Diskurs zu aktuellen Themen und Herausforderungen, vor denen die am Kunstgeschehen Beteiligten stehen. Diese Veranstaltungen bilden gleichzeitig eine wichtige Plattform für Vernetzung und Kooperation.

Kulturelle Bildung und Dialog zwischen den Kulturen

Kulturelle Bildung bietet dem Einzelnen die Chance, Kulturangebote zu nutzen und das kulturelle Leben selbst mitzugestalten. Kunst und Kultur für alle Menschen – unabhängig von Alter und Herkunft – zugänglich zu machen, ist deshalb ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Die intensive Zusammenarbeit und Vernetzung von Kultureinrichtungen mit Schulen und anderen Bildungsträgern schaffen die hierfür notwendigen Voraussetzungen.

Die beiden Musikakademien in Plochingen und Stauffen bekommen bis zum Jahr 2020 insgesamt 19,8 Millionen Euro für Neubauvorhaben zur Verfügung gestellt. Dadurch wird die kulturelle Bildung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Migrationshintergrund im ganzen Land gestärkt.

Kulturelle Vielfalt macht unsere Gesellschaft reicher. Interkulturelle Projekte sind besonders geeignet, um die großen Potenziale zu erschließen, die sich aus dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft und Prägung ergeben. Das Land fördert diesen Veränderungsprozess im kulturellen Bereich. Mit ihrer identitätsstiftenden, dialogfördernden und vermittelnden Wirkung können Kunst und Kultur dazu beitragen, dass sich Menschen mit größerer Offenheit begegnen.

Verantwortung für unser kulturelles Erbe

Kulturelle Identität fußt auf historisch Gewachsenem. Die Pflege, Erforschung und Weitergabe unseres reichen kulturellen Erbes an die nachkommenden Generationen ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für die kritische Reflexion und den gesellschaftlichen Austausch. Im Rahmen der Provenienzforschung stellt sich das Land der Verantwortung, in der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig angeeignete Kunst an die Erben früherer jüdischer Eigentümer zurückzugeben. Das Land setzt die im Jahr 2012 initiierte Unterstützung der staatlichen Museen bei der Klärung dieser Fragen fort. Zur historischen Verantwortung gehört auch ein angemessener Umgang mit Kulturgütern, die in kolonialem Kontext erworben wurden. Das Land geht auch diese Herausforderung aktiv an.

Zur Verantwortung für das kulturelle Erbe gehören auch zahlreiche Bauvorhaben im Bereich der Kultur, allen voran die anstehende Sanierung der Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe. Mit der Sanierung, der baulichen Instandhaltung und teilweise auch dem Neubau wichtiger Kulturbauten schafft das Land die Voraussetzung dafür, dass seine Kultureinrichtungen auch in Zukunft den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft gewachsen bleiben.

Chancen durch Digitalisierung

Mit der Strategie „Kultur digital erleben“ fördert das Kunstministerium die Vermittlung von Kulturgut in allen Landeseinrichtungen. Denn technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung verändern auch die Arbeit von Künstlerinnen, Künstlern und Kultureinrichtungen. Außerdem erweitert die Digitalisierung die künstlerischen Ausdrucksformen, eröffnet neue Perspektiven in Präsentation und Vermittlung und bietet neue Möglichkeiten für die kulturelle Teilhabe: ein breites, auch neues Publikum anzusprechen sowie Kunst und Kultur zugänglich und erfahrbar zu machen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildung. Das Land unterstützt die Kultureinrichtungen, insbesondere Museen, Bibliotheken, Archive und Akademien dabei, die sich hieraus ergebenden Chancen zu nutzen.

Mit dem Projekt „Digitale Wege ins Museum“ fördert die Landesregierung die Digitalisierung der Museen und Kultureinrichtungen des Landes. Im Fokus stehen innovative Konzepte zur digitalen Vermittlung von Kunst und Kultur. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der Digitalisierungsstrategie des Landes.

Film- und Medienstandort Baden-Württemberg

Der Südwesten ist zu einer internationalen Größe im Filmbereich geworden. Firmen aus der Region sind für die Realisierung visueller Effekte und Animationen von großen deutschen und internationalen Kino- und TV-Produktionen verantwortlich. Um den Filmstandort Baden-Württemberg weiter auszubauen, setzen wir auf eine gezielte Nachwuchsförderung.

Auch in der Gestaltung virtueller Erlebniswelten liegt enormes Potential für die Film- und Medienschaffenden. Virtuelle Realität (VR) kann als innovatives künstlerisches Ausdrucksmittel eine ganz eigene räumliche und sinnliche Wahrnehmung schaffen. Deshalb startet das Kunstministerium im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes die Virtual Reality-Offensive, um die Exzellenz und Dynamik des Medien- und Filmstandortes Baden-Württembergs zu fördern. Das bietet auch großes Potential für neue Start-Ups in dem hochinnovativen Feld der digitalen Erlebniswelten.

v.r.n.l.: Staatsrätin Gisela Erler, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Ines Kern, Leiterin der Geschäftsstelle Heimattage in Sinsheim (Bild: Stadt Sinsheim)
  • Heimattage

Programm der Heimattage 2020 in Sinsheim vorgestellt

Nangolo Mbumba (l.), Vizepräsident von Namibia, und Katrina Hanse-Himarwa (M.), namibische Bildungs- und Kulturministerin, betrachten eine Peitsche, die dem verstorbenen Nationalhelden Hendrik Witbooi gehörte und durch das Land zurückgegeben wurde. (Bild: picture alliance/Johanna Absalom/XinHua/dpa)
  • Kunst und Kultur

Land will Vorbild in der Provenienzforschung werden

38 Gemeinden in Baden-Württemberg überreichte Innenminister Thomas Strobl Urkunden mit den neuen Zusatzbezeichnungen für ihre Ortsschilder. (Bild: Steffen Schmid / Innenministerium Baden-Württemberg)
  • Zusatzbezeichnungen

Urkunden an Kurorte übergeben

Das Völkerkundemuseum Linden-Museum in Stuttgart. (Bild: picture alliance/Sina Schuldt/dpa)
  • Kunst und Kultur

Delegation informiert sich über Konzepte und Bauten ethnologischer Museen

Logo des Staatspreises. (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Gestaltung Kunst Handwerk 2020

Wettbewerb zur Landes­ausstellung Kunsthandwerk 2020 startet

Blick von Aussichtsturm auf das Gelände der Landesgartenschau 2014 in Schwäbisch Gmünd. (Bild: dpa)
  • Nachhaltige Stadtentwicklung

17 Bewerbungen für Landesgartenschau und Gartenschau

Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Sternsingerempfang im Neuen Schloss (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

Das Völkerkundemuseum Linden-Museum in Stuttgart. (Bild: picture alliance/Sina Schuldt/dpa)
  • Kunst und Kultur

Delegation besucht Museumsbauten

Ein Kind spielt eine Flöte. (Foto: © dpa)
  • Bildung

Mehr Landesförderung für Jugendmusik- und -kunstschulen

Abbildung vom Schloss Favorite in Ludwigsburg
  • Schlösser

Schloss Favorite in Ludwigsburg fertig saniert

Innenraum der Grabkapelle auf dem Württemberg
  • Staatliche Schlösser und Gärten

Adventssingen in der Grabkapelle auf dem Württemberg

Restaurierter Altar in der Schlosskapelle Heidelberg
  • Staatliche Schlösser und Gärten

Schlossaltar in Heidelberg restauriert

Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Künstlerin betrachtet in der «Container-City» des Kunstvereins Wagenhalle e.V. einen Plan. (Bild: Marijan Murat/dpa)
  • Kunst und Kultur

Land fördert Kultur­initiativen und Soziokultur

Die Oper Stuttgart von außen (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Kultur

Bürgerbeteiligung zur Opernsanierung

Der Landesfamilienpass
  • Familie

Landesfamilienpass 2020 ab sofort erhältlich

Der Marktplatz von Heilbronn. (Bild: picture alliance/Lino Mirgeler/dpa)
  • Land und Kommunen

Zusatzbezeichnungen für Städte und Gemeinden

Die Verleihung des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege am 10. Dezember 2019 in Stuttgart. (Bild: Franziska Kraufmann / Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
  • Denkmalpflege

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege verliehen

Auf einem Tisch im Landgericht Karlsruhe liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter liegt eine Richterrobe. (Foto: © dpa)
  • Vermögen und Bau

Erweiterungsbau des Amtsgerichts Weinheim übergeben

Peter Weibel (Foto: © dpa)
  • Kunst und Kultur

Weibel bleibt bis 2023 Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien

v.l.n.r.: Reinhard Fernbach-Fahrensbach, Finanzministerin Edith Sitzmann und Dr. Peter Reineck (Bild: Achim Fleischmann)
  • Auszeichnung

Staufermedaillen für Dr. Peter Reineck und Reinhard Fernbach-Fahrensbach

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
  • Städtebauförderung

Sanierungsgebiet „Bahnhofsumfeld“ in Bietigheim abgeschlossen

Waldweihnacht am Haus des Waldes in Stuttgart Degerloch
  • Forst

Waldweihnacht rund um das Haus des Waldes

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (Archivbild)
  • Kunst und Kultur

Auslandsstipendien für Künstlerinnen und Künstler

Weihnachtsmarkt im Schloss Tettnang
  • Staatliche Schlösser und Gärten

Weihnachtsmärkte in den Schlössern und Klöstern

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (Bild: © dpa)
  • Denkmalförderung

Sanierung der Katholischen Kirche Sankt Martin in Ettlingen

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