Baden-Württemberg zum Musterland Guter Arbeit machen

Arbeit

Baden-Württemberg zum Musterland für Gute Arbeit machen

  • Produktion Arbeiter prüft Bauteil (© Bosch)

In Baden-Württemberg lässt es sich nicht nur gut leben, sondern auch gut arbeiten. Wir wollen, dass dies für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land gilt. Wir zeigen, was die Landesregierung tut, um Baden-Württemberg zum Musterland für gute Arbeit zu machen.

Baden-Württemberg weist unter allen deutschen Ländern mit die beste Situation auf dem Arbeitsmarkt auf. Mit 3,9 Prozent (Juni 2013) hat Baden-Württemberg bundesweit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote. Bei der Jugendarbeitslosigkeit (2,6 Prozent) liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich auf Platz 1. Mit fast 5,8 Millionen Personen waren im Jahresdurchschnitt 2012 so viele Menschen wie noch nie in Baden-Württemberg erwerbstätig. Zugleich war die Zahl der Arbeitslosen 2012 auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

Doch trotz aller positiven Nachrichten gibt es auch bei uns nach wie vor Menschen, die Schwierigkeiten haben einen Arbeitsplatz zu finden. Oder Menschen, deren Einkommen nicht für den Lebensunterhalt reicht, und die als sogenannte Aufstocker ergänzend finanzielle Leistungen von der Arbeitsagentur erhalten. Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Baden-Württemberg zum Musterland für gute Arbeit zu machen.

Das macht die Landesregierung:

  • Initiative für einen gesetzlichen Mindestlohn: Menschen, die Vollzeit arbeiten, müssen von ihrer Arbeit menschenwürdig leben können. Die Landesregierung hat deshalb im März 2013 erneut eine Initiative für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro in den Bundesrat eingebracht. Damit soll ein Schutzwall gegen Dumpinglöhne und Lohndrückerei errichtet werden. Die Länderkammer hat dem Antrag zugestimmt, und nun muss der Bundestag darüber entscheiden.

  • Tariftreue und Mindestlohngesetz: Wir nutzen zudem die Möglichkeiten, die wir im Land selbst haben, um faire Löhne zu erreichen. Unser neues Tariftreue- und Mindestlohngesetz ist dazu ein wichtiger Baustein. Das Gesetz sieht vor, dass Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen des Landes oder der Kommunen Tariflöhne bezahlen müssen, mindestens aber 8,50 Euro pro Stunde. Betriebe, die faire Löhne bezahlen, erhalten dadurch mehr Chancen am Markt und werden nicht von Billigkonkurrenz verdrängt.

  • Landesprogramm für langzeitarbeitslose Menschen: Langzeitarbeitslose haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. Deshalb hat die Landesregierung das Programm „Gute und sichere Arbeit“ auf den Weg gebracht, das benachteiligten Gruppen den Zugang zu Ausbildung und fairer Arbeit ermöglichen soll. Wir fördern unter anderem Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose, den Ausbau der assistierten Ausbildung und der Teilzeitausbildung von Frauen, die soziale Begleitung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen nach der Wiedereingliederung sowie Präventionsprogramme für Langzeitarbeitslose im Bereich Gesundheit. Ziel ist es, dieses Konzept auch bundesweit zu verankern.

  • Stärkung von Aus- und Weiterbildung: Eine möglichst gute Ausbildung der jungen Menschen im Land ist wichtig für jede und jeden Einzelnen und für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Ziel der Landesregierung ist, dass alle Jugendlichen, die eine Berufsausbildung beginnen wollen, dazu die Möglichkeit bekommen. Die Landesregierung führt daher das Ausbildungsbündnis fort, das alle Verantwortlichen an einen Tisch bringt und entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Außerdem zeigen wir mit einer Ausbildungskampagne auf, wie attraktiv eine betriebliche Ausbildung ist und welche Möglichkeiten es gibt. Außerdem hat die Landesregierung das „Bündnis für Lebenslanges Lernen“ ins Leben gerufen, um das lebenslange Lernen und die Weiterbildung zu stärken.

  • Allianz für Fachkräfte: Mit der Allianz für Fachkräfte ist es der Landesregierung gelungen, in Baden-Württemberg erstmals alle verantwortlichen Akteure zusammenzuführen, um Lösungen für den akuten Fachkräftemangel in bestimmten Berufen und für den Umgang mit der demografischen Entwicklung zu erarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt darin, ungenutzte Fachkräftepotentiale im Land zu aktivieren - zum Beispiel gut ausgebildete Frauen, die bislang Beruf und Familie oft noch nicht ausreichend vereinbaren können.

  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Ausbau der Kinderbetreuung: Um möglichst vielen Frauen und Männern zu ermöglichen, ihr Familien- und Berufsleben besser miteinander zu vereinbaren und einer Arbeit nachgehen zu können, hat die Landesregierung gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden im Dezember 2011 den Pakt für Familien geschlossen. In dessen Mittelpunkt steht der Ausbau der der Kleinkindbetreuung. Für 2012 und 2013 haben wir die entsprechende Förderung für die Kommunen um 640 Millionen Euro auf insgesamt 921 Millionen. Euro erhöht. Ab dem Jahr 2014 wird sich das Land inklusive der Bundeszuschüsse zu 68 Prozent an den Betriebsausgaben für die Kleinkindbetreuung beteiligen.


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