Infektionsschutz

Schützen Sie sich und andere vor Infektionen

Zuhause bleiben, Hände waschen, Hustenetikette einhalten, Nicht ins Gesicht fassen, Risikogruppen schütze, Mundschutz tragen
Hygiene beachten, Abstand halten, Geschirr einzeln nutzen, Papiertaschentücher benutzen, Regelmäßig lüften, Straßen- und Hauskleidung trennen

Auch wer sich nicht krank fühlt, kann das Corona-Virus weitergeben. Im Freien, aber auch in geschlossenen Räumen, ist es wichtig, auf Infektionsschutz zu achten. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Das Tückische am Corona-Virus ist, dass bereits infizierte Personen schon andere Menschen anstecken können, auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben. Bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten von Symptomen kann man andere Menschen anstecken – manchmal verläuft die Krankheit gar ohne Beschwerden und Grippe-Symptome.

Oft fühlt sich die Erkrankung wie ein normaler jahreszeittypischer grippaler Infekt an und die Betroffenen deuten sie als unproblematisch. Sie nehmen weiter am Leben teil und verbreiten das Virus unwissentlich weiter.

Die häufigsten Symptome sind Fieber und trockener Husten.

Gefährdete Menschen besonders schützen

Menschen mit Vorerkrankungen und Ältere sind durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) besonders gefährdet. Mediziner sprechen hier von so genannten vulnerablen Gruppen. Bei diesen Menschen kann die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen und sogar tödlich sein. Gemeinsam müssen wir sie besonders schützen. Dafür haben wir ein paar Tipps zusammengestellt:

  • Mit der AHA-Formel durch den Sommer: Abstand, Hygiene und Alltagsmaske bleiben wichtig, um die Infektionszahlen weiter sinken zu lassen:
    • Halten Sie überall wo möglich mindestens 1,5 Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen ein.
    • Beachten Sie die Hygieneregeln beim Husten, Niesen und Händewaschen. Husten und niesen Sie nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge oder in den Oberarm.
    • Tragen Sie eine Alltagsmaske, wenn der Abstand zu Ihren Mitmenschen nicht eingehalten werden kann. Etwa in Bus und Bahn oder beim Einkaufen. Hier finden Sie eine Video-Anleitung zum richtigen Umgang mit Masken.
  • Vermeiden Sie, sich ins Gesicht zu greifen. Mund, Nase und besonders Augen sind Einfallstore. Brillen bieten daher auch Schutz.
  • Waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände mit Seife.
  • Von Reduzieren Sie Besuche bei älteren Menschen, um diese nicht zu gefährden – auch wenn es schmerzt. Nutzen Sie digitale Medien, wie Skype und Messenger-Dienste, um in Kontakt zu bleiben oder rufen Sie sich gegenseitig an. Und wenn es sein muss oder wenn häuslicher Kontakt besteht, verringert ein ein Mundschutz das Ansteckungsrisiko, dass Sie andere anstecken. Sie kennen diesen aus dem asiatischen Raum. Dort tragen ihn die Menschen aus Achtung vor ihrem Gegenüber, um diesen nicht anzustecken. Nutzen Sie Besteck und Gläser nicht gemeinsam. Auch Vorsicht bei der elektrischen Zahnbürste.
  • Denken sie weiter an die Hustenetikette. Also nicht in die Hand, sondern in Armbeuge oder Oberarm husten.
  • Benutzen Sie Papiertaschentücher und entsorgen Sie sie nach Gebrauch direkt im Restmüll – bitte nicht in den Papiermüll oder die Toilette werfen.
  • Lüften Sie regelmäßig und gründlich – Stoßlüften.
  • Reinigen Sie zuhause alle Oberflächen regelmäßig, die von mehreren Menschen regelmäßig berührt werden – also etwa Türklinken, Tastaturen, Badarmaturen. Ein normaler Haushaltsreiniger genügt dafür.
  • Schließen Sie vor allem auf von mehreren Menschen genutzten Toiletten den Deckel vor dem Spülen. So verhindern Sie, dass Keime aus der Toilette im Raum versprüht werden.

Infektionsketten digital unterbrechen

Wenn Menschen sich trotz aller Vorsicht infizieren, gilt es, die Infektionsketten schnell unterbrechen zu können. Dabei hilft uns die Corona-Warn-App der Bundesregierung und des Robert-Koch-Instituts. Die App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen den Personen, die die App installiert und aktiv laufen haben. Das Smartphone merkt sich diese Begegnungen. Werden Nutzer der App positiv auf das Corona-Virus getestet, können Sie diese Informationen über die App teilen. So werden alle Personen informiert, die in den vergangenen 14 Tagen nahen Kontakt zu der infizierten Person hatten. Sie können sich dann vorsorglich in Isolation begeben, testen lassen und dadurch Freunde, Kollegen oder die Familie vor einer möglichen Infektion schützen. Das Verfahren erlaubt zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf die Nutzerin oder den Nutzer sowie den Standort. Niemand erfährt, wer infiziert ist. Selbst die App weiß nicht, wer Sie sind.

Vorsicht vor Fake-News

Lassen Sie sich durch Gerüchte und Falschmeldungen nicht verunsichern. Verbreiten Sie vor allem nichts ungeprüft über Messenger oder Soziale Netzwerke weiter.

Setzen Sie auf vertrauenswürdige Webseiten der Landes- und Bundesministerien und auf die zahlreichen Medienangebote von ARD, SWR, ZDF und Online-Angebote renommierter Zeitungen und Zeitschriften. Das unabhängige Recherche Kollektiv correctiv.org überprüft Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Das Blog mimikama.at klärt Gerüchte und Falschmeldungen rund um Corona auf.

NDR Info bietet ein „Coronavirus-Update“ mit dem Berliner Virologen Christian Drosten als Podcast an. Hier bekommen Sie viele Hintergründe zur aktuellen Forschung.

Infektionsketten unterbrechen, wie geht das?

Wer gehört zur Risikogruppe?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat eine Videoreihe zum Schutz vor Infektionen und häufigen Fragen rund um das Corona-Virus auf YouTube veröffentlicht.

Informationen zum neuartigen Coronavirus/COVID-19

Das Robert Koch-Institut hat zahlreiche Informationen zum Corona-Virus zusammengestellt

Auf unserer Übersichtsseite zu Corona halten wir Sie zudem aktuell über alle Maßnahmen der Landesregierung auf dem Laufenden.

Tipps für einen einfachen Mundschutz