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Imkerei
  • 25.06.2013

Zweite ertragsreiche Ernte des Regierungshonigs

  • Fünf Gläser des Regierungshonigs

Süß, klebrig, lecker: Heute wurde im Park der Villa Reitzenstein zum zweiten Mal Regierungshonig geerntet. Zur Freude aller Bienenfreunde waren die schwarz-gelben Sammlerinnen auch in diesem Jahr fleißig: Die Ernte 2013 ist sehr erfolgreich ausgefallen.

„Das Projekt Regierungsbienen ist ein voller Erfolg. Die fleißigen Bienchen bescheren uns bei dieser zweiten Ernte noch viel mehr Honig als schon im vergangen Jahr. Die Völker sind stark angewachsen, sodass uns eine größere Menge des beliebten Gastgeschenks, dem Regierungshonig, zur Verfügung stehen wird“, freut sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann über die zweite Ernte.

Die Regierungsbienen leben in vier Völkern seit Herbst 2011 im Park der Villa Reitzenstein. Sie wurden auf Anregung des Ministerpräsidenten Kretschmann und der Hobby-Imkerin und Staatssekretärin Gisela Splett aufgestellt und werden seither von Herrn Dr. Helmut Horn und Herrn Rüdiger Gerlich von der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim betreut. Die Regierungsbienen sammeln ihren Nektar im Park der Villa Reitzenstein und den umliegenden Gärten – und das nicht zu knapp.

Reicher Honigertrag: 80 Kilogramm Honig erwartet

Bei der ersten Ernte im Juni 2012 produzierten die damals rund 30.000 Bienen gut 40 kg Regierungshonig – und das trotz einer verheerenden Spechtattacke im Winter 2011/2012. Inzwischen haben sich die vier Völker gut erholt und sind auf 120.000 Bienen angewachsen. Obwohl die baden-württembergischen Imker ein äußerst schlechtes Jahr erwarten, haben die Regierungsbienen erneut gut gearbeitet. „An der Universität Hohenheim rechnen wir in diesem Jahr fast mit einem Ernteausfall. Die Regierungsbienen sind da eine echte Ausnahme. Sie produzieren überdurchschnittlich viel Honig, da sie in Stadtnähe fast ganzjährig Nahrung finden. Ihre Kästen sind gut gefüllt“, so Dr. Horn. Die diesjährige Ernte wird etwa 80 kg Honig einbringen, was eine Verdopplung des Ertrags bedeuten würde. Der gewonnene Regierungshonig wird nicht verkauft, sondern dient als Geschenk der Landesregierung und wird zu besonderen Anlässen serviert.

„Der Regierungshonig kommt wirklich gut an und ist ein außergewöhnliches Präsent. Außerdem fühlen sich die Bienen im Park merklich wohl. Darum planen wir, das Projekt weiter auszubauen und sogar noch weitere Bienenkästen aufzustellen“, sagt die Hobby-Imkerin Splett. Selbst die anstehenden Sanierungsmaßnahmen in der Villa Reitzenstein werden dem Erfolg des Projektes nicht im Wege stehen. Ministerpräsident Kretschmann: „Staub oder Lärm der Bauarbeiten schaden den Regierungsbienen nicht – schließlich fliegen sie ja kilometerweit auf ihrer Nahrungssuche. Darum mache ich mir um unsere kleinsten Mitarbeiterinnen keine Sorgen.“

Bienen sind unentbehrlich für die ökologische Vielfalt

Etwa 80 % der Kulturpflanzen und ein großer Teil der Wildpflanzen, welche auf den Insektenflug angewiesen sind, werden von Honigbienen bestäubt. Daher sind die Bienen unentbehrlich für die ökologische Vielfalt. In Baden-Württemberg kümmern sich etwa 18.000 Hobby- und Erwerbsimker um rund 143.000 Bienenvölker. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Honig im Land beträgt derzeit etwa 1,3 Kilogramm pro Jahr. Rund 30 Prozent des in Baden-Württemberg verzehrten Honigs stammt aus dem Land.


Ministerium

Das Staatsministerium in der Villa Reitzenstein (Parkansicht).

Staatsministerium Baden-Württemberg

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