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Straßenbau
  • 11.01.2016

Zusätzlicher Verflechtungsstreifen auf A 8 soll Verkehrsfluss verbessern

  • Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße in Freiburg aufgebracht. (Foto: dpa)

Zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg/Ost wird ein zusätzlicher Verflechtungsstreifen gebaut, der den hochfrequentierte Abschnitt verkehrlich entlasten soll.

Mit dem feierlichen Spatenstich hat Verkehrsminister Winfried Hermann gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, den Startschuss zum Bau des Verflechtungsstreifens zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg/Ost im Zuge der Bundesautobahn A 8 gegeben.

„Wir haben gute Erfahrungen mit dem zusätzlichen Fahrstreifen in Fahrtrichtung München gemacht, der zwischen 1998 und 2000 gebaut wurde. Der neue zusätzliche Verflechtungsstreifen in Fahrtrichtung Karlsruhe wird den Verkehrsfluss auf diesem Streckenabschnitt verbessern“, sagte Minister Hermann in seinem Grußwort. „Neben der Ertüchtigung des Stuttgarter Kreuzes stehen der Ausbau der Enztalquerung bei Pforzheim und der Albaufstieg ganz oben auf unserer Prioritätenliste“, fuhr Hermann fort. Die A 8 als wichtige Ost-West-Achse im Land müsse den künftigen Anforderungen im Personen- und Güterverkehr entsprechend gestärkt werden. „Wir müssen die hochbelasteten Achsen stärken, wenn Neutrassierungen nicht in Frage kommen“, so Hermann. 

Der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl betonte: „Der Bau des Verflechtungsstreifens zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg/Ost wird die A 8 in einem mit circa 150.000 Fahrzeugen pro Tag hochfrequentierten Abschnitt spürbar entlasten – insbesondere in Fahrtrichtung Karlsruhe/Heilbronn.“

Schmalzl fuhr fort: „Wir beginnen bei dem Projekt mit dem Ersatzneubau einer markanten Brücke, dem sogenannten „Roten Steigle“. Es folgen noch Fahrbahndeckenerneuerungen sowie die Erweiterung der PWC-Anlage Sommerhofen. Bis voraussichtlich Mitte 2018 planen wir die Fertigstellung der Maßnahmen.“

Mit dem heutigen Spatenstich eröffnete der Minister zudem die Straßenbausaison 2016. „Wir haben den guten Vorsatz für das neue Jahr gefasst, auch 2016 wieder eine Rekordsumme in den Straßenbau im Land, v.a in Sanierung zu investieren“, erläuterte der Minister. Dank der milden Witterung konnte der Straßenbau ohne Winterpause ins neue Jahr starten.

Verflechtungsstreifen auf der A 8

Der Streckenabschnitt der A 8 zwischen dem AK Stuttgart und dem AD Leonberg bündelt sowohl den Verkehr auf der A 8 zwischen München und Karlsruhe als auch den Verkehr auf der versetzt angeordneten A 81 zwischen Singen und Würzburg. Er ist Bestandteil der Europastraßen E 41 und E 52. Mit dem Bau des Verflechtungsstreifens können sich die Fahrzeuge Richtung Karlsruhe und Heilbronn frühzeitig orientieren. Damit wird der Verkehrsablauf verstetigt, die Stauanfälligkeit des Streckenabschnittes reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht.

Die Maßnahme umfasst ein Bündel an Einzelmaßnahmen. Im Einzelnen sind das neben dem Verflechtungsstreifen die Neuordnung der Entwässerung, der Bau einer Regenwasserbehandlungsanlage, die Verbesserung der Querneigung in einzelnen Abschnitten sowie in beiden Fahrtrichtungen die Erneuerung der Asphaltdeck- und –binderschichten. Vorhandene Betonfahrbahn sollen vollständig erneuert werden. Desweiteren werden zwei Brücken neu gebaut bzw. ersetzt (Wirtschaftswegüberführung „Rotes Steigle“ und die Unterführung der Landesstraße L 1189). Die PWC-Anlage Sommerhofen wird wegen der erhöhten Lkw-Stellplatznachfrage ausgebaut. Und die Kapazität mit zukünftig 16 Stellplätzen vervierfacht.

Die Baustelle liegt nordwestlich des Autobahnkreuzes AK Stuttgart und erstreckt sich bis zum Rohrbachviaduktes (Friedensbrücke) vor der Anschlussstelle Leonberg/Ost. Die Ausbaulänge beträgt rund 4,4 Kilometer.

Begonnen wird die Maßnahme mit dem Abbruch und Neubau der der Wirtschaftswegüberführung „Rotes Steigle“. Erste Rodungsarbeiten wurden bereits durchgeführt. Der Bauwerksersatz ist notwendig, um alle künftigen Fahrstreifen der A 8 unterführen zu können. Der Bauwerksentwurf des Büros „Schlaich Bergermann und Partner“ sieht ein untenliegendes Stahlbogentragwerk vor. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt 78,50 Meter bei einer Bogenspannweite von circa 59,60 Meter. Die Breite auf der Brücke beträgt zwischen den Geländern 6,0 Meter.

Das Tragwerk wird auf dem Autobahnparkplatz Sommerhofen vormontiert und dann in zwei großen Segmenten zum Einbauort transportiert und eingehoben, so dass die erforderlichen Vollsperrungen der A 8 möglichst gering gehalten werden können, denn auf der Autobahn fahren hier täglich rund 150.000 Fahrzeuge.

Bis zum Bauende 2018 sollen Gesamtkosten von rund 32 Millionen Euro, die von der Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger getragen werden, verbaut werden.

Beeinträchtigungen

Die Einrichtung der Baustelle für die Bauphase I beginnt am 12. Januar in den Abendstunden.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleiben während der gesamten Bauzeit die auf der BAB A8 vorhandenen sieben Fahrstreifen erhalten. Die wenigen erforderlichen Sperrungen einzelner Fahrstreifen finden lediglich in verkehrsarmen Zeiten, insbesondere nachts und an Wochenenden, statt. Die Termine für die beiden unvermeidbaren Vollsperrungen der Autobahn sowie die vorgesehenen Umleitungsstrecken werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Da dieser Streckenabschnitt der BAB A8 auch ohne Bauarbeiten bereits staugefährdet ist, wird erwartet, dass sich infolge der unvermeidlichen Einschränkungen während der Bauzeit die Staugefahr weiter erhöhen wird. Die Verkehrsteilnehmer werden deshalb gebeten, den Baustellenbereich besonders aufmerksam und achtsam zu passieren.

Im weiteren Verlauf des Projektes werden verschiedene weitere Maßnahmen erforderlich. Hierüber wird in gesonderten Pressemitteilungen informiert. 

Für die entstehenden Beeinträchtigungen wird um Verständnis gebeten. Alle am Bau Beteiligten sind bestrebt, die Bauarbeiten so schnell wie möglich durchzuführen.

Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg

Graphische Darstellung zur Maßnahme


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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