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Projekt SHARE
  • 24.07.2009

Zentraler Beitrag Baden-Württembergs zu europäischem Forschungsprojekt über Alterung der Gesellschaft

„Ein zum Großteil aus Landesmitteln finanziertes Forschungsinstitut aus Baden-Württemberg ist zentrale Stütze eines der großen Forschungsprojekte in Europa. Das bestätigt die Landesregierung in unseren Schwerpunktsetzungen in der Forschungs- und in der Demographiepolitik“. Dies erklärten die Staatsrätin für Demographischen Wandel und für Senioren, Dr. Claudia Hübner, und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg anlässlich der im Schloss Ludwigsburg stattfindenden Konferenz „The Dynamics of SHARE“ („Die Dynamik von SHARE“) am Freitag (24. Juli 2009).

Mit der Konferenz werde die Bundesrepublik Deutschland die „Studie zu Gesundheit, Altern und Ruhestand in Europa“ („Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe“), kurz: SHARE, als weiteres großes europäisches Forschungsprojekt offiziell in Deutschland verankern. SHARE widme sich mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Landes Baden-Württemberg einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: der Alterung der Gesellschaft. Beobachtet werden die Alternsprozesse von knapp 45.000 Befragten in 15 europäischen Ländern und Israel, indem gesundheitliche, sozioökonomische, familiäre und finanzielle Faktoren erfasst werden. Damit werde SHARE zu einem zentralen Forschungsinstrument der Demogra-

phieforschung in Europa ausgebaut, das allen Wissenschaftlern frei zur Verfügung stehe. Der Nachholbedarf europäischer gegenüber der US-amerikanischen Forschungsinfrastruktur werde deutlich verringert. Zentral koordiniert werde SHARE vom Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel in Mannheim (MEA) unter Leitung von Prof. Axel Börsch Supan, dem Direktor des Instituts.

Alterung der Gesellschaft eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

In Baden-Württemberg sei das Thema Demographie ein Schwerpunkt der Landespolitik, betonte Staatsrätin Dr. Hübner in Ludwigsburg. Als führende europäische Wirtschaftsregion habe Baden-Württemberg verstanden, was die demographische Entwicklung für die Zukunft des Landes bedeute. Diese habe nicht nur Auswirkungen auf den wirtschaftlichen, sondern auf alle Bereiche der Gesellschaft.

Dr. Claudia Hübner: „Wir in Baden-Württemberg sind fest entschlossen, aus den demographischen Veränderungen zu lernen und die Potentiale zu nutzen, die die Alterung einer Gesellschaft ebenfalls mit sich bringt. Um politische Strategien zu entwickeln und um zu verhindern, dass politische und gesellschaftspolitische Diskussionen nur emotional oder ideologisch geführt und entschieden werden, benötigen wir fundierte Wissens- und Datengrundlagen“. SHARE liefere diese umfassende und einmalige Datenbasis, auf die Wissenschaft und Politik zurückgreifen können.

Erfolg der Studie verbunden mit Mannheimer Forschungsexzellenz

„Wir freuen uns, dass wir einen entscheidenden Anteil am Erfolg von SHARE für uns verbuchen dürfen. Die Pionierarbeit dieses Forschungsprojekts passt zu Baden-Württemberg“, sagte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg. „Mit dem Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel in Mannheim (MEA) ist das Hauptquartier von SHARE bei uns im Land zu Hause. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das 1999 gegründete Institut mit rund 200.000 Euro jährlich. Hinzu kommen Mittel der Universität Mannheim in ungefähr gleicher Höhe. Uns freut, dass Baden-Württemberg durch die professionelle Arbeit des MEA einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des SHARE-Projekts leisten kann. Dies ist ein weiterer Beleg der Forschungsexzellenz im Land“.

Die Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Forschungsinstitut pflege die Landesregierung sehr intensiv, betonten die Staatsrätin und der Wissenschaftsminister. Mit dem MEA und mit SHARE sei Baden-Württemberg beim Thema Demographie in Deutschland und international präsent.

Quelle: Staatsministerium


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