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Energie
  • 22.01.2016

Nordschwarzwaldleitung bringt Gas nach Baden-Württemberg

  • Eine Gasleitung wird verlegt (Quelle: dpa).

Gemeinsam mit Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat der baden-württembergische Gasnetzbetreiber terranets bw heute die neue rund 70 Kilometer lange Gasfernleitung von Au am Rhein nach Leonberg feierlich in Betrieb genommen. Die Nordschwarzwaldleitung (NOS) hat eine Anknüpfung an die Trans-Europa-Naturgas-Pipeline (TENP) und dient insbesondere dazu, Gas in den Großraum Stuttgart zu liefern und die Kapazitätssituation des Gasnetzes in Baden-Württemberg zu verbessern.

Umweltminister Franz Untersteller bezeichnete die NOS als ein „besonders wichtiges Vorhaben zum Ausbau der Erdgasinfrastruktur“, das mit dazu beitrage, die Zuverlässigkeit der Gasversorgung in Baden-Württemberg langfristig zu gewährleisten: „Der Energieträger Erdgas wird noch auf längere Sicht Bestandteil unseres Energiemixes bleiben, seine Bedeutung bei der Wärme- und Stromerzeugung wird in den nächsten Jahren voraussichtlich sogar noch zunehmen. Die Nordschwarzwaldleitung brauchen wir, um den steigenden Bedarf decken zu können.“

Auch die Zielsetzungen des Landes bei der Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung und bei der geplanten Netzreserve erfordern einen zusätzlichen Ausbaubedarf des Gasnetzes. Ziel des Landes ist es, den Beitrag der KWK zur jährlichen Stromerzeugung bis 2020 auf rund 13 Terawattstunden zu steigern. Dies entspricht einer Erhöhung des derzeitigen Anteils von zwölf auf 20 Prozent.

Gas, so Untersteller weiter, spiele auch für die Energiewende eine herausragende Rolle, die eher noch wichtiger werde in den nächsten Jahren. So seien Gaskraftwerke bei der Stromerzeugung sehr gut in der Lage, die fluktuierende Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen. Anders als Kohlekraftwerke seien Gaskraftwerke flexibel und effizient als Erzeugungskapazität zur Ergänzung der erneuerbaren Energien zu nutzen: „Leider setzt die Bundesregierung derzeit mehr auf alte und klimaschädliche Kohlemeiler, statt durch eine Reform des Energiemarktes Anreize für den Bau und den Betrieb von Gaskraftwerken zu setzen. Ich glaube nicht, dass diese Strategie langfristig trägt – nicht mit Blick auf die Versorgungssicherheit und erst Recht nicht mit Blick auf die Klimaschutzziele.“


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