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Mobilitätsgipfel
  • 23.07.2015

Nachhaltig gegen Stau, Feinstaub und Lärm

Die Landesregierung treibt den Kampf gegen Stau, Feinstaub und Lärm in Stuttgart voran und hat deshalb einen Mobilitätsgipfel veranstaltet. Das Ziel: Stuttgart zu einer Modellregion für die Mobilität der Zukunft ausbauen. Das soll mit einem Paket aus rund zwei Dutzend Maßnahmen erreicht werden.

Bei dem Mobilitätsgipfel suchten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann gemeinsam mit 45 Vertretern aus Kommunen, Region, Land, Wirtschaft und Verbänden nach Wegen aus den Stau- und Umweltproblemen der Region. Das Ergebnis ist ein umfassendes Maßnahmenpaket: darunter der Aufbau eines Systems von Metropolexpress-Zügen, der Ausbau von Verkehrslenkung, ein Infosystem zur Warnung vor Feinstaub und ein Ausbau des Angebots an Bussen, S-Bahnen, Park&Ride und CarSharing.

„Alle relevanten Akteure aus der Region haben sich heute zusammengefunden, um gemeinsam an einem neuen Kapitel der Mobilität in der Region Stuttgart zu arbeiten“, sagte Ministerpräsident Kretschmann. „Wir wollen den schlechten Ruf Stuttgarts als staugeplagte Stadt und Region durch ein Modell zukunftsfähiger Mobilität ersetzen. Dafür kann und muss jeder an seinem Platz einen Beitrag leisten.“

Stuttgart soll zur Modellregion nachhaltiger Mobilität werden

Intelligente Verkehrssteuerung soll die Mobilität zuverlässiger machen. Durch den Ausbau und die bessere Vernetzung von öffentlichem Nahverkehr, Carsharing, Rad- und Fußverkehr soll deren Attraktivität für die Bürgerinnen und Bürger und ihr Anteil an der Verkehrsleistung steigen. „Nur mit einer integrierten Herangehensweise wird man der Problematik von Stau, Luftverschmutzung und Lärm in der Region gerecht“, so der Ministerpräsident.

Verkehrsminister Winfried Hermann lobte alle Beteiligten für ihr Engagement: „Alle Akteure haben in den vergangenen Jahren bereits enorm viel geleistet und Verbesserungen erzielt. Dieses Engagement werden wir beibehalten und uns weiterhin eng abstimmen – nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen.“

Intelligente Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten

Ein wichtiger Baustein des Maßnahmenpakets ist ein intelligenteres, digitales Verkehrsmanagement, das die verschiedenen Transportmittel besser miteinander verknüpft. Der Verkehrsfluss wird dadurch effizienter, ökologischer und sicherer. Herzstück soll eine zentrale öffentliche Verkehrsdatenplattform für alle Verkehrsarten sein. Ein neues Feinstaub-Informationssystem soll künftig bei drohenden Grenzwertüberschreitungen dazu auffordern auf alternative Verkehrsmittel, etwa den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. 

ÖPNV stärken

Busse und Bahnen sollen in der Region Stuttgart weiter ausgebaut werden. Denn immer mehr Menschen benutzen den ÖPNV. So sind die Nutzerzahlen des Verkehrsverbunds Stuttgart in den vergangenen drei Jahren um acht Prozent gestiegen Das Ziel ist, dass die Fahrgastzahlen bis 2025 um mindestens 20 Prozent steigen.

Um diesem Anstieg der Fahrgastzahlen gerecht zu werden plant die Landesregierung, Metropolexpress-Züge im 30-Minuten-Takt in der Metropolregion Stuttgart einzurichten, die das S-Bahnsystem entlasten sollen. Die ersten Züge werden ab 2018 fahren. Zusätzliche Entlastung sollen ab Ende 2016 regionale Expressbusse bringen, die Lücken im S-Bahn-Netz schließen.

Mehr E-Autos auf die Straße

Schon heute fahren in Deutschland die meisten Elektroautos in Baden-Württemberg. Bis 2020 sollen 200.000 Elektroautos im Südwesten fahren. Die Region Stuttgart verfügt über das bundesweit dichteste Netz an Ladesälen, das noch weiter ausgebaut werden soll. Der Anteil der Elektroautos am landeseigenen Fuhrpark wird auf zehn Prozent erhöht. 

Radverkehr ausbauen

Der Radverkehr in der Region Stuttgart soll verdoppelt werden. Dazu fördert die Landesregierung den Ausbau von Radwegen und innovative Zweiradkonzepte. Die Stadt Stuttgart plant, ein zusammenhängendes Netz für den Radverkehr zügig umzusetzen. Zudem entwickelt die Landeshauptstadt ein Fußverkehrskonzept.

Straßennetz und Staumanagement verbessern

Straßen sind immer noch Verkehrsträger Nummer eins. Daher muss auch der Bau und Erhalt von Straßen sowie das Staumanagement verbessert werden. Etwa durch temporäre Freigabe zusätzlicher Fahrstreifen und dem Ausbau von Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Um wichtige Straßenbau- und -reparaturprojekte zu beschleunigen, hat die Landesregierung 200 neue Stellen in der Straßenbauverwaltung geschaffen.

Vom Autobahnkreuz Stuttgart bis zur Anschlussstelle Leonberg wird die A8 einen weiteren Fahrstreifen erhalten, um die Stauanfälligkeit zu verringern. Die Autobahn A81 wird zwischen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb sechsspurig ausgebaut. Zudem hat die Landesregierung weitere wichtige Projekte wie den streckenweisen Ausbau der B27, der B10 und der B14 für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

Jobticket für Mitarbeiter des Landes

Auch Unternehmen und Behörden können helfen, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren – etwa durch flexiblere Arbeitszeiten oder Jobtickets. So wird das Land 2016 ein bezuschusstes Jobticket für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einführen und gemeinsam mit der Stadt Stuttgart Mitfahrportal anbieten.

Pressemitteilung

Abschlusserklärung (PDF)

Interaktive Zwischenbilanz: Wir machen Baden-Württemberg zum Musterland für nachhaltige Mobilität


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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