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Bildung
  • 08.09.2017

Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung gegründet

  • Eine Teilnehmerin eines Alphabetisierungskurses arbeitet an einer Sprachübung. (Foto: dpa)

Das Land hat zur Unterstützung der rund eine Million Erwachsenen im Land, die große Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben, einen Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung gegründet.

Baden-Württemberg bündelt seine Anstrengungen zur Unterstützung der rund eine Million Erwachsenen im Land, die große Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Um die Betroffenen künftig besser zu erreichen, hat das Kultusministerium gemeinsam mit dem Sozialministerium, dem Wirtschaftsministerium, dem Ministerium für Ländlichen Raum und knapp 20 weiteren Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft einen Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung gegründet. Anlässlich des Weltalphabetisierungstags erklärte Kultusministerin Susanne Eisenmann: „Nur wer richtig lesen und schreiben kann, ist in unserer Gesellschaft gut verankert. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit dem Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung ein breites Bündnis geschmiedet haben, um Menschen mit großen Schwächen im Lesen und Schreiben besser erreichen zu können.“

Betroffene besser in Lernangebote einbeziehen

Mit der Gründung des neuen Gremiums im August 2017 baut das Land seine Beteiligung an der von Bund und Ländern initiierten Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung 2016 bis 2026 aus. Ziel ist es, Betroffene aus unterschiedlichen Bereichen in Gesellschaft und Wirtschaft besser in Lernangebote einbeziehen zu können – geringqualifizierte Beschäftigte in den Unternehmen genauso wie Hartz IV-Empfänger in den Städten oder Senioren in den Mehrgenerationenhäusern. Der Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung ergänzt das bestehende Alphabetisierungsprojekt des Kultusministeriums, das bis 2018 mit 1,25 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird und sich in erster Linie an Erwerbstätige mit Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen richtet.

Grundbildungstag Baden-Württemberg am 22. November in Fellbach

„Die Bereitschaft der unterschiedlichen Partner zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen bei der Grundbildung und Alphabetisierung ist groß. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Zahl der Menschen, die als funktionale Analphabeten gelten, deutlich zu verringern“, sagt Kultusministerin Eisenmann. Zu den im Landesbeirat beteiligten Partnern zählen die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände, das Bildungswerk des DGB, die Landeszentrale für politische Bildung und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg. Den Auftakt für die künftige inhaltliche Zusammenarbeit bildet der „Grundbildungstag Baden-Württemberg“ als öffentliche Veranstaltung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser wird am 22. November 2017 in der Schwabenlandhalle in Fellbach stattfinden.

Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung Baden-Württemberg


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Thouretstraße 6
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Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport (Bild: © dpa)

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