Pressemitteilungen

  • 03.01.2006

Heilbronn ist Testregion für elektronische Gesundheitskarte

Das Bundesgesundheitsministerium hat Heilbronn als eine der Testregionen für die elektronische Gesundheitskarte ausgewählt. Der Test mit Echtdaten erfolgt in zwei Stufen: Die Gesundheitskarte kommt zunächst in Testregionen mit jeweils bis zu 10 000 Versicherten unter realen Bedingungen zum Einsatz. Anschließend erfolgen Testläufe in Großregionen mit bis zu 100 000 Versicherten. Die Länder haben sich auf eine zeitliche Staffelung und Arbeitsteilung bei den Tests geeinigt. Demnach hat Heilbronn hervorragende Voraussetzungen für den Großtest. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat diese Einigung der Länder ausdrücklich begrüßt.

„Die elektronische Gesundheitskarte wird zu einem Schlüsselprojekt in der künftigen Versorgung der Patienten“, zeigte sich Arbeits- und Sozialminister Andreas Renner anlässlich der Bekanntgabe der Testregionen überzeugt. Die neue Karte biete die Chance, das Gesundheitssystem für Patienten und Ärzte effektiver zu gestalten. Gleichzeitig könne sie mit dem Abbau von Bürokratie und mit der Beschleunigung der Verwaltungsprozesse Zeit und Geld freisetzen. Dies komme den Patienten unmittelbar zugute. , Baden-Württemberg sei für den Erfolg dieses zukunftsweisenden Projekts gut gerüstet: „Seit Jahren werden im Land innovative Projekte im Bereich der Telematik im Gesundheitswesen erfolgreich durchgeführt. Das große Plus ist dabei das Zusammenwirken aller Beteiligten“, sagte Minister Renner. Mit der Vernetzung von Kostenträgern und Leistungserbringern, also von Krankenkassen und Ärzten, Apotheken, Krankenhäusern sowie Heilhilfsberufen werde ein ganz entscheidender Schritt auf eine optimale Behandlung hin getan. „Die elektronische Gesundheitskarte ebnet den Weg für einen effizienten Mitteleinsatz in der Gesundheitsversorgung“, betonte Renner.

Ausschlag gebend für die gute Positionierung Heilbronns ist nach Auskunft des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg, die enge Zusammenarbeit von Kostenträgern und Leistungserbringern. „Gerade in der Region Heilbronn können wir auf jahrelange Erfahrungen mit Telematikprojekten im Gesundheitswesen aufbauen. Zu diesem Technikvorsprung kommt die hohe Akzeptanz neuer Verfahren bei Versicherten und Leistungserbringern“, sagte Hoberg. Er erwarte jetzt eine zügige Umsetzung der erforderlichen Vertragsverhandlungen mit der für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beauftragten Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, gematik mbH: „Je eher wir die theoretischen Vorgaben in der Anwendung unter realen Bedingungen überprüfen können, desto eher können wir unseren Vorsprung auf dem Gebiet dieses weltweit einmaligen Projekts behaupten.“

In der Region Heilbronn leben rund 450.000 Einwohner; 630 Ärzte und 230 Zahnärzte praktizieren hier. 105 Apotheken und insgesamt 15 Krankenhäuser und Kureinrichtungen sind angesiedelt. Die in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen gesetzlichen Krankenkassen repräsentieren mehr als 60 Prozent aller Versicherten.

Quelle: Arbeits- und Sozialministerium


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