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Tag der Pflege
  • 11.05.2017

Familienbewusste Personalpolitik zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

  • Eine Angestellte betrachtet ein Familienfoto an ihrem Arbeitsplatz. (Foto: berufundfamilie-gGmbH)

Anlässlich des internationalen Tages der Pflege hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut den Erfolgsfaktor familienbewusste Personalpolitik betont. Eine Personalpolitik, die es ermöglicht, Beruf und Pflege zu vereinbaren, sei ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und damit auch entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Südwestwirtschaft, so Hoffmeister-Kraut.

„Eine familienbewusste Personalpolitik, die es auch ermöglicht, Beruf und Pflege zu vereinbaren, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und damit auch entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Südwestwirtschaft“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich des Internationalen Tages der Pflege.

Die fortschreitende Digitalisierung eröffne ganz neue Potenziale zur gelingenden Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Zudem könnten pflegende Angehörige durch flexible Arbeitszeiten entlastet werden, so die Ministerin: „Eine lebensphasenorientierte Personalpolitik muss sämtliche Lebensphasen mit einbeziehen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können: Von Familien mit Kleinkindern bis hin zu älteren oder pflegebedürftigen Angehörigen. Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen, neue Wege zu gehen und kreative Lösungen mit neuen zeitlich und örtlich flexiblen Arbeitsmodellen zu finden. Arbeitgeber können so ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte steigern und sich als familienbewusste Unternehmen positionieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

71 Prozent aller Pflegebedürftigen werden von Familienangehörigen gepflegt

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg wird nach Vorausrechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg von heute rund 299.000 auf rund 402.000 Menschen im Jahr 2030 anwachsen. 71 Prozent aller (zu Hause lebenden) Pflegebedürftigen werden ausschließlich von Familienangehörigen, ohne professionelle Unterstützung gepflegt. Deshalb müssen immer mehr Beschäftigte Beruf und Angehörigenpflege miteinander vereinbaren.

„Pflegende Angehörige leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und benötigen deshalb in besonderer Weise Unterstützung und Entlastung. Auch die Unternehmen sind bei diesem Thema gefragt. Betriebe müssen gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege schaffen, wenn sie mittel- und langfristig nicht auf erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzichten wollen. Baden-Württemberg war immer erfolgreich, weil menschlich“, so die Wirtschaftsministerin.

Der internationale Aktionstag „Tag der Pflege“ findet in Deutschland seit 1967 am 12. Mai statt. Dies ist der Geburtstag von Florence Nightingale (1820 bis 1910), einer britischen Krankenschwester, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt.

Einführung einer familienbewussten Personalpolitik

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau unterstützt Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung von Maßnahmen einer familienbewussten Personalpolitik mit verschiedenen Angeboten:

Das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt familyNET gibt kleinen und mittleren Unternehmen aller Branchen Hilfestellungen bei der Entwicklung und Einführung einer familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik durch Beratungs- und Unterstützungsangebote. Dazu stehen den Unternehmen landesweit in zwölf Regionen Servicestellen zur Verfügung. Im Rahmen des Projekts werden Beschäftigte in Unternehmen zu betrieblichen Pflegelotsen weitergebildet. Betriebliche Pflegelotsen dienen Beschäftigten mit Pflegeverantwortung als Erst-Anlaufstelle, die hilfreiche Kontakte anbieten. Im Bedarfsfall übernehmen sie im Unternehmen eine wertvolle Lotsenfunktion und fördern dadurch eine familienfreundliche Unternehmenskultur.

Hilfe beim Wiedereinstieg nach einer pflegebedingten Erwerbsunterbrechung oder auch beim Vereinbaren einer pflegenden Tätigkeit mit dem Beruf bieten auch die Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg. In dem Landesprogramm erhalten Frauen in zwölf Kontaktstellen individuelle Beratung zum Wiedereinstieg, zur beruflichen Neuorientierung oder Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

familyNET – für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg


Kontakt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Neuen Schloss in Stuttgart (Quelle: Landesmedienzentrum)

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

Bürgerreferent:

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Porträt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

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Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (Bild: © dpa)

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