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Essen und Trinken
  • 05.07.2016

Fachtag „Tolle Mensa – Volles Haus“

  • Eine Schülerin bekommt Essen in der Schulmensa (Foto: dpa)

Schulessen ist für immer mehr Kinder und Jugendliche, Eltern, Schulen und Gemeinden im Land ein wichtiges Thema. Die Landesregierung unterstützt daher Kommunen, Schulen und Mensabetreiber im Land – beispielsweise mit Informations- und Veranstaltungsangeboten.

„Ein vielseitiges und leckeres Essensangebot sowie eine Schulmensa mit einer freundlichen Atmosphäre und einer effizienten Essensausgabe tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler sich in der Mensa wohl fühlen und das Angebot gerne annehmen. Daher ist der Landesregierung das Angebot einer nachhaltigen, gesundheitsförderlichen Schulverpflegung in Baden-Württemberg ein großes Anliegen“, sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch beim Fachtag „Tolle Mensa – Volles Haus“ in Stuttgart.

„Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein gesundes, schmackhaftes Schulessen in einer angenehmen Atmosphäre genießen können, damit sie fit und leistungsfähig sind und sich in der Schule wohl fühlen“, betonte Gurr-Hirsch. Was Kinder und Jugendliche in der Pause essen, habe nicht nur Einfluss auf ihr aktuelles Wohlbefinden, sondern auch auf ihr Ernährungsverhalten und ihre Gesundheit in der Zukunft.
Damit gutes Schulessen bei den jungen Menschen gut ankomme, müsse es einiges leisten. „Gesund und nachhaltig soll es sein, attraktiv angerichtet und natürlich muss es den Kindern und Jugendlichen schmecken. Die Mensa soll zum Wohlfühlen und Entspannen einladen. Daneben muss Schulessen noch bezahlbar bleiben“, erklärte die Staatssekretärin.

Schulen, Caterer oder Mensabetreiber würden leider häufig über zu geringe Essenszahlen und fehlende Akzeptanz klagen. Dies würden auch die Ergebnisse der jüngsten Bundesstudie zur Qualität in der Schulverpflegung zeigen. Laut dieser Studie nehmen weniger als 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler regelmäßig am Mittagessen teil. „Damit das Schulessen gut angenommen wird, ist es wichtig, Schülerinnen und Schüler von Anfang an bei der Gestaltung der Schulverpflegung zu beteiligen. Von der Mitsprache beim Speiseplan über die Gestaltung der Mensa in der Kunst-AG bis hin zur Schülerfirma – die Möglichkeiten sind vielfältig. Daher stellen wir heute Mitwirkungsbeispiele und erfolgreiche Schülerprojekte aus der Praxis in den Mittelpunkt. Von diesen erfolgreichen Projekten können auch andere Mensen und Schulen im Land profitieren“, sagte die Staatssekretärin.

Vernetzung und Austausch sind wichtig

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz veranstaltet den Fachtag „Tolle Mensa – Volles Haus“ in Kooperation mit der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg. „Das Mittagessen sollte zu einer Ganztagsschule genauso gehören wie der Unterricht. Schülerinnen und Schüler aktiv am Geschehen zu beteiligen ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Mensa. Viele schöne neue Mensen im Land laden die jungen Menschen ein, schmackhaftes und frisches Essen an ihrer Schule zu entdecken sagte Tina Janitz von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung.

Das Ministerium mache mit dem Fachtag auf die Relevanz eines gesundheitsförderlichen, nachhaltigen Schulessens für immer mehr Kinder und Jugendliche, Eltern, Schulen und Gemeinden im Land aufmerksam. Gleichzeitig bringe es Anbieter von Schulverpflegung sowie Schulträger und Interessierte zusammen, so Gurr-Hirsch. „Schülerinnen und Schüler sollen Ernährungsbildung und Schulverpflegung als Einheit erleben können, damit sie das, was sie im Unterricht lernen, auch im Alltag wiederfinden. Deshalb finanziert das Land die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Baden-Württemberg und ist Bildungspartner in allen Fragen rund um Essen und Trinken im Land“, sagte die Staatssekretärin abschließend. 

Bundesstudie zur Qualität in der Schulverpflegung

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit Schulleitungen und Schulträger sowie Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen befragt. Hierbei ist die bislang größte Studie zur Qualität der Schulverpflegung in Deutschland entstanden. In Baden-Württemberg nahmen 26 Schulträger, die 410 Schulen repräsentieren an der Studie teil. Die Ergebnisse wurden im vergangenen Jahr veröffentlicht. 

Ergebnisse der Studie

Aktionsprogramm Nachhaltig Essen

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hat am 7. März 2015 vom Nachhaltigkeitsrat der Landesregierung den Auftrag erhalten, ein Aktionsprogramm „Nachhaltig essen“ zu entwickeln. Das Aktionsprogramm legt den Fokus in der Ernährungsarbeit des MLR noch stärker auf Nachhaltigkeitsaspekte und baut den Schwerpunkt „Auswärts Essen“ weiter aus.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Essen und Trinken

Machs-Mahl

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg

Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg (VNS-BW) ist zentraler Ansprechpartner für Städte, Gemeinden, Landkreise und Schulen in Baden-Württemberg. Sie berät bei Planung, Aufbau und Optimierung einer guten Schulverpflegung. Die VNS BW wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg finanziell gefördert und ist bei der Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. angesiedelt.

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg (VNS-BW)

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Tipps für eine gute Schulverpflegung 


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Kernerplatz 10
70182 Stuttgart

Bürgerreferentin:

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Peter Hauk

Minister für Ländlichen Raum und Verbraucher-
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