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Landwirtschaft
  • 20.03.2017

EU-Fördermittel für Weinbau

  • Ein Winzer schüttet Trollinger-Trauben in einen großen Behälter. (Foto: dpa)

Steigender Wettbewerbsdruck und der Strukturwandel stellen den Weinbau vor große Herausforderungen. Deshalb fördert das Land aktiv den Weinbau. Hierfür stehen jährlich zehn Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung.

„Steigender Wettbewerbsdruck und der Strukturwandel im Weinbau stellen uns vor große Herausforderungen in den kommenden Jahren. Deshalb fördert das Land aktiv die Verbesserung der Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen von Wein in Baden-Württemberg. Bereits 2008 haben wir das Struktur- und Qualitätsprogramm Weinbau geschaffen. Dazu gehören die beiden EU-Programme Investitionsförderung im Weinbau, in die Verarbeitung und Vermarktung, sowie die Förderung der Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen. Hierfür stehen uns jährlich zehn Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung,“ sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch auf der ProWein in Düsseldorf. Die Förderangebote würden rege genutzt, seit 2008 seien auf dieser Basis rund 75 Millionen Euro EU-Fördermittel in den Weinbau im Lande geflossen. Das Programm solle in dieser Form bis 2020 weiter geführt werden.

Zu einer verlässlichen Weinbaupolitik gehöre auch, dass die Politik schnell auf veränderte Rahmenbedingungen reagiere. Die aktuellen Exportzahlen deutscher Weine und der Marktdruck im Inland zeigten, dass wieder stärker in den Markt investiert werden müsse. Deshalb werde Baden-Württemberg ab 2018 die „Absatzförderung Binnenmarkt“, die die EU anbietet, ebenfalls nutzen, betonte Gurr-Hirsch.

Baden-Württemberg biete eine einmalige Kulturlandschaft „Weinberg“ mit einem hohen Anteil an Steillagen. „Sie geben unseren Weinbaugebieten ein unverwechselbares Profil. Steillagen, die sich nur von Hand bewirtschaften lassen, wollen wir besser unterstützen. Vorgesehen ist ab 2018 ein jährlicher Zuschuss von 3.000 Euro pro Hektar und Jahr. Häufig handelt es sich dabei um terrassierte Lagen mit Trockenmauern,“ betonte Staatssekretärin Gurr-Hirsch am Stand der Lauffener Weingärtner eG auf der ProWein, einer Weingärtnergenossenschaft mit der größten terrassierten Steillagenfläche in Württemberg.

„Baden-württembergische Weine zeichnen sich durch Typizität, Qualität und Innovationen aus. Ein solches innovatives Produkt ist der LAUFFENER LESESTOFF®, den die Lauffener Weingärtner auf der ProWein präsentieren“, so anschließend die Staatssekretärin.


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