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Lärmschutz
  • 09.03.2015

Erste Stufe der Lärmsanierung abgeschlossen

  • Ein Lkw fährt auf der Bundestraße 3 durch Weingarten bei Karlsruhe. (Foto: dpa)

In dem Modellkonzept „Leise(r) ist das Ziel“ werden die Auswirkungen von Straßen- und Schienenlärm verkehrsübergreifend betrachtet und Lärmsanierung gezielt umgesetzt. Ein erstes Maßnahmenpaket ist nun online einsehbar. 

Im Rahmen des Modellprojekts „Leise(r) ist das Ziel“ werden in den Gemeinden Eislingen, Salach und Süßen im Filstal praktische Erfahrungen mit einer verkehrsträgerübergreifenden Lärmsanierung gesammelt. Inzwischen haben die Gemeinden, zusammen mit den Behörden und Baulastträgern, ein Paket mit zahlreichen Einzelmaßnahmen als Vorschlag erarbeitet. Die Liste der Maßnahmen mit Bericht kann ab dem 9. März auf der Webseite Leise(r) ist das Ziel eingesehen werden. Diese umfasst unter anderem Fahrbahnsanierung, Senkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Straßenraumorganisation und Straßenraumgestaltung.

Um auch die Meinung der Bürgerinnen und Bürger in das Modellvorhaben einzubeziehen, wurde im Juni 2014 die Internetseite Leise(r) ist das Ziel eingerichtet. Auf ihr konnten Beiträge direkt in eine interaktive Karte eingetragen und Beiträge anderer kommentiert werden. Innerhalb von sechs Wochen gingen insgesamt 175 verwertbare Hinweise ein. Der Öffentlichkeit wurden die Zwischenergebnisse im November 2014 in Salach vorgestellt. Am 22. März folgt eine durch die GutachterInenn kommentierte Aufstellung der Hinweise der Bürgerinnen und Bürger. „Die Lärmminderungsvorschläge der Bürgerinnen und Bürger haben den Fachgutachtern wertvolle Hinweise gegeben“, bedankte sich Splett bei den Beteiligten.

„Die Erfahrungen aus dem laufenden Projekt sind für die Modellkommunen äußerst positiv. Durch intensive Abstimmung zwischen uns erreichen wir eine Lärmminderung insgesamt und keine Verlagerung zwischen den Kommunen. Diese neue Herangehensweise an die Lärmsanierung ist für mich ein zukunftsweisendes Projekt“, zeigte sich der Bürgermeister von Süßen, Marc Kersting, zufrieden.

Anhand von Lärmkarten wurden zunächst Lärmbrennpunkte in den Gemeinden definiert, die auch nach Fertigstellung der Umgehung von Süßen noch bestehen werden. Es sind Bereiche, an denen für mehrere Wohngebäude die gesundheitsrelevanten Auslösewerte nach Umgebungslärmkartierung von 65 dB(A) für den Tag und 55 dB(A) nachts überschritten werden. Die als Lärmbrennpunkte ermittelten Straßenabschnitte wurden vor Ort durch GutachterInnen besichtigt und Maßnahmen erarbeitet. Ebenfalls eingeflossen sind weitere Planungen in den Modellgemeinden beispielswiese zur städtebaulichen Entwicklung oder dem Radwegenetz.

Weitere Informationen

Derzeit gibt es bundesrechtlich noch keine verbindlichen Regelungen für die Lärmsanierung an bestehenden Straßen und Schienenwegen. Das Konzept „Lärmsanierung bei Mehrfachbelastung durch Straßen und Schienenwege“ sieht vor, dass eine solche verbindliche Lärmsanierung eingeführt wird und Mehrfachbelastungen durch Straße und Schiene zusammen betrachtet werden –hierfür sollen die notwendigen Änderungen im Bundesrecht angestoßen werden. In dem Modellprojekt „Leise(r) ist das Ziel!“ werden praktische Erfahrungen mit dem neuen Konzept gesammelt. Am Projekt beteiligt sind die Orte Eislingen, Salach und Süßen im Filstal sowie der Landkreis Göppingen. Das Lärmsanierungskonzept wird dabei in die Lärmaktionsplanung der drei Gemeinden eingebettet. 

Leise(r) ist das Ziel: Liste der Maßnahmen und Bericht (PDF)

Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung


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