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Lärmschutz
  • 25.01.2016

Deutsche Bahn schließt Lärmsanierung in Karlsruhe ab

  • Bauarbeiten an der Rheintalbahn (Bild: Deutsche Bahn AG/ Frank Kniestedt)

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ hat die Deutsche Bahn in Karlsruhe in den letzten zehn Jahren 13 Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 7.168 Metern und einer Höhe zwischen zwei und vier Metern errichtet. Die Investitionen für diese aktiven Schallschutzmaßnahmen beliefen sich auf rund zehn Millionen Euro. Neben den aktiven Schallschutzmaßnahmen kommt an etwa 500 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz, wie beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und von Lüftern. Hierfür wurden rund 1,8 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung gestellt. 

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, sowie Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg, sprachen zu den Gästen. Anschließend wurden die Bauarbeiten mit dem Einheben des letzten Wandelements symbolisch abgeschlossen.

„Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund mittlerweile jährlich 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken zur Verfügung. Ich freue mich, dass die Stadt Karlsruhe und ihre Bürger in hohem Maße in den letzten Jahren davon profitieren konnten“, so Norbert Barthle. 

„Ich freue mich, dass mit dem heutigen Tag ein ganzes Maßnahmenbündel für mehr Lärmschutz in Karlsruhe zum Abschluss gebracht werden kann“, sagte die Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung Gisela Splett in ihrer Rede. „Durch die enge Kooperation aller Akteure konnten wir einen wichtigen Schritt zu mehr Lärmschutz in Karlsruhe machen. Dafür danke ich allen Beteiligten.“ 

Sven Hantel ergänzte: „Auch in Karlsruhe ist es uns wieder gelungen, eine ausgewogene Planung zu erstellen, die auf der Basis der Förderrichtlinie maximalen Lärmschutz für die betroffenen Anwohner gewährleistet. Insgesamt stehen allein für den Schutz vor Bahnlärm in Karlsruhe fast 12 Millionen Euro zur Verfügung. Herzlichen Dank an alle, die zum erfolgreichen Abschluss dieses Projekt beigetragen haben.“

Oberbürgermeister Mentrup sagte: „Nach rund zehn Jahren haben wir heute eine wichtige Etappe auf dem Weg zu besserem Lärmschutz in unserer Stadt erreicht. Ich freue mich, dass nun viele Karlsruher Bürgerinnen und Bürger deutlich vom Verkehrslärm entlastet werden und damit erheblich an Lebensqualität gewinnen.“

Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ 

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Auf dem 33.400 Kilometer langen Streckennetz der Bahn sind 3.700 Kilometer besonders durch Schienenlärm belastet. Bis Ende 2015 wurden rund 1.500 Kilometer lärmbelasteter Strecken saniert. 

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Quelle: Deutsche Bahn AG


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