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Energie
  • 22.11.2017

Der Strommix in Baden-Württemberg wird grüner

  • Mann vor Windrädern

Der in Baden-Württemberg produzierte Strom wird immer grüner. Inzwischen stammt rund ein Viertel des im Land erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien. Ihr Anteil stieg von 2015 zu 2016 um 6,1 Prozent.

Insgesamt wurden 2016 in Baden-Württemberg rund 62.671 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das war ein Prozent weniger als im Vorjahr. Während der Anteil von Kohle- und Atomstrom sank, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien auf gut ein Viertel.  Im Vergleich zu 2015 stieg der Anteil aus erneuerbaren Energieträgern 2016 um 6,1 Prozent auf nun 25,3  Prozent.

Die Beiträge der einzelnen Energieträger an der Stromerzeugung entwickelten sich von 2015 zu 2016 unterschiedlich. Rückgänge zeigten sich besonders bei Kernenergie und Steinkohle, gestiegen ist der Anteil von Strom aus Biomasse, Wasser- und Windkraft.

Weniger Stom aus Atom- und Kohlekraftwerken

Der Einsatz von Kernenergie zur Stromerzeugung sank um 3,6  Prozent. Mit einem Anteil an der Bruttostromerzeugung von 34,6 Prozent blieb die Kernenergie aber weiterhin stärkster Energieträger im Strommix Baden‑Württembergs. Mit einem Minus von 6,1 Prozent kam die Steinkohle auf einen Anteil von 29,1 Prozent.

Die Erzeugung aus Erdgas legte um 9,3 Prozent hingegen zu und erreichte einen Anteil an der Bruttostromerzeugung von 6,0 Prozent. Aus sonstigen konventionellen Energieträgern kamen 5,0 Prozent. Dazu gehören unter anderem Heizöl, Braunkohle, Flüssiggas, Raffineriegas oder Pumpspeicherwasserkraftwerke ohne natürlichen Zufluss.

Mehr Biomasse und mehr Wasserkraftwerke

Die erneuerbaren Energieträger rangieren an dritter Stelle im Strommix des Landes. Ein Plus von zwei Prozent gegenüber 2015 zeigte sich dabei erneut bei der Stromerzeugung aus Biomasse. Sie steht mit einem Anteil von 7,8 Prozent erstmals an erster Stelle im Mix der erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung in den Wasserkraftwerken stieg um 12,8 Prozent und erreichte einen Anteil von 7,7  Prozent an der Stromerzeugung.

Gesunken ist die Erzeugungsmenge in den Photovoltaikanlagen aus. Im Vorjahr war Photovoltaik noch stärkster erneuerbarer Energieträger, 2016 lag sie mit einem Anteil von 7,5  Prozent nur noch an dritter Position der erneuerbaren Energien. Umweltminister Franz Untersteller mahnte daher auch den zügigen weiteren Ausbau der Photovoltaik an. „Wir müssen endlich wieder Tempo machen bei der Photovoltaik und nicht mehr, wie bisher, bremsen“, sagte Untersteller auf dem 4. Solarbranchentag.

Die Erzeugung aus Windkraft konnte gegenüber dem Vorjahr kräftig zulegen. Ihr Anteil am Strommix erhöhte sich um 48,5 Prozent auf 2  Prozent. Damit zeigt sich, dass der Ausbau der Windenergie im Land Erfolge zeigt. Im Rekordjahr 2016 gingen insgesamt 120 neuen Windenergieanlangen im Land in Betrieb. 2017 kann Baden-Württemberg diesen Rekord wahrscheinlich sogar nochmals verbessern. Es ist also zu erwarten, dass der Anteil der erneuerbaren Energien in unserem Strommix weiter steigen wird.

Baden-Württemberg belegt Platz 1 bei den Erneuerbaren Energien

Statistisches Landesamt: Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern um 6,1 Prozent gestiegen

Quelle: /red


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