Baden-Württemberg in der Welt

Internationales

Baden-Württemberg in der Welt

  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird in der Hafenschule in Rio de Janeiro (Brasilien) von Schülerinnen und Schülern mit Landesfähnchen empfangen.

    11

Baden-Württemberg pflegt Verbindungen in die ganze Welt. Dabei ist der Außenhandel von überragender Bedeutung. Das Land hat mit Regionen aus allen Teilen der Welt langjährige, intensive Partnerschaften. Die Landesregierung will die Entwicklungszusammenarbeit weiterentwickeln.

Sowohl auf europäischer Ebene – etwa im Rahmen der Donauraumstrategie oder der Vier Motoren – als auch bei außereuropäischen Partnerschaften ist Baden-Württemberg ein verlässlicher Partner, der sich mit neuen Ideen den Herausforderungen der Globalisierung annimmt.

Außenhandel als Wirtschaftsmotor

Baden-Württemberg ist das Exportland Nummer eins in Deutschland. Der Außenhandel ist seit Jahren der stärkste Wirtschaftsmotor in unserem Land. Jeder dritte Arbeitsplatz in Baden-Württemberg hängt vom Export ab. Der wirtschaftliche Erfolg des Landes soll durch die Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie gestärkt werden.

Die baden-württembergischen Unternehmen sind auf den Weltmärkten aktiv. Die großen Firmen, gerade die großen Automobilhersteller, Automobilzulieferer und Maschinenbauer sind weltweit bekannt. Aber auch die Namen vieler kleiner und mittlerer Unternehmen sind oft Branchenkennern auf der ganzen Welt ein Begriff, weil sie für Qualität, Zuverlässigkeit und höchsten Technologiestandard stehen. So konnte sich Baden-Württemberg den Ruf eines Partners, der Präzision und Qualität mit Modernität verbindet, erwerben.

Baden-württembergische Unternehmen nehmen in Bezug auf Innovationskraft und Kompetenz seit Jahren Spitzenplätze ein. Sie sind deswegen ideale Partner, gerade wenn es um die Leitindustrien der Zukunft wie erneuerbare Energien oder ressourcensparende Maschinen und Produke geht. In Forschung und Wissenschaft nimmt Baden-Württemberg eine international führende Position ein. Diese gilt es zu halten und auszubauen. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Wissenschaft spielen Dialog und weltweite Kooperationen eine wichtige Rolle.

Unser duales System der beruflichen Bildung gilt weltweit als vorbildlich. Betriebe und Berufsschulen kümmern sich gemeinsam um die Ausbildung von Schulabgängern. Das garantiert eine gute Balance von Theorie und Praxis und sorgt für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen. Baden-Württemberg hat mit der Dualen Hochschule dieses Modell mittlerweile mit großem Erfolg auf den Hochschulbereich übertragen. Diesen baden-württembergischen „Exportschlager“ werden wir auch weiterhin international vermitteln.

Die Auslandsmarketinggesellschaft des Landes Baden-Württemberg – die Baden-Württemberg International Gesellschaft für internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit mbH (BWI) – unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten und Universitäten bei der Werbung für den Lern- und Forschungsstandort Baden-Württemberg.

Mit der Initiative zum Bau Deutscher Industrie- und Handelszentren (German Centres) hat Baden-Württemberg eine weltweit einmalige Möglichkeit gerade für kleine und mittlere Unternehmen geschaffen, sich auf weit entfernten und schwierigen Märkten zu etablieren. German Centres gibt es in Beijing, Jakarta, Mexiko-City, Moskau, Schanghai, Singapur und Yokohama.

Weltweite Partnerschaften

Mit Regionen aus allen Teilen der Welt pflegt Baden-Württemberg langjährige, intensive Partnerschaften. So hatte etwa die Zusammenarbeit mit der kanadischen Provinz Ontario Ende 2012 ihr 25-jähriges Jubiläum. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding wurde der Grundstein für eine weitere Vertiefung der guten Beziehungen vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Wissenschaft gelegt. Weitere außereuropäische Partnerschaften des Landes sind:

  • Partnerschaften mit China (Liaoning seit 1982 und Jiangsu 1986)
  • Partnerschaft mit Japan (Kanagawa seit 1989)
  • Partnerschaft mit Südafrika (KwaZulu Natal seit 1996)
  • Partnerschaften mit der Russischen Föderation (Swerdlowsker Gebiet seit 1991, St. Petersburg seit 1998 und Moskau seit 2007)
  • Partnerschaft mit Burundi (seit Anfang der 80er Jahre)

Neben den „klassischen“ Partnerschaften gibt es Verbindungen zu Ländern, die besonders eng sind, so zum Beispiel zum Staat Israel. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum „50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen“ hat es 2015 auch in Baden-Württemberg unterschiedliche Veranstaltungen gegeben.

Entwicklungszusammenarbeit

Traditionell gibt es in Baden-Württemberg viele starke und erfolgreiche Organisationen, Netzwerke und Initiativen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Deshalb ist die Entwicklungspolitik des Landes geprägt von der Mitsprache und Beteiligung der Zivilgesellschaft.

Am 5. Februar 2013 verabschiedete der Ministerrat die neuen Entwicklungspolitischen Leitlinien für Baden-Württemberg. Vorausgegangen war mit der Initiative „Welt:Bürger gefragt!“ eine bundesweit einmalige Bürgerbeteiligung, in die sich im ganzen Land über 1.500 engagierte Bürgerinnen und Bürger über Workshops und 120 Organisationen und Verbände über Stellungnahmen eingebracht haben.

Entsprechend der Leitlinien ist die Entwicklungspolitik in Baden-Württemberg vor allem auch eine Herausforderung für die klassischen Kernbereiche der Landespolitik – etwa in der Bildungspolitik über die Verankerung des Globalen Lernens in den Bildungsplänen der Schulen, in den Studienplänen und Forschungsschwerpunkten der Universitäten oder bei der Wirtschaftspolitik in den Bereichen öffentliche Beschaffung, Wirtschaftsförderung oder fairer Handel.

Entwicklungsarbeit in Baden-Württemberg ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die in erster Linie vom Engagement der Zivilgesellschaft getragen ist. Das Land fördert dieses Engagement, will es aber nicht ersetzen. Es schafft verlässliche Rahmenbedingungen, um die Entwicklungspolitik voranzubringen und ihre Akteure zu unterstützen. Die vom Land gegründeten Stiftungen – Stiftung Entwicklungszusammenarbeit und Baden-Württemberg Stiftung – fördern, beraten und unterstützen private und kommunale Initiativen. Mit Fördermitteln unterstützt das Land entwicklungspolitisches Engagement. Baden-Württemberg strebt gemeinsam mit dem Bund an, über das Eine-Welt-Promotoren Programm, das bürgerschaftliche Engagement substantiell zu unterstützen und weiter zu professionalisieren.


Newsletter

Immer auf dem neuesten Stand

Ministerium

Villa-Reitzenstein-Staatsministerium-Ruekseite 220x115

Staatsministerium Baden-Württemberg

Zur Ministerien-Webseite


Die Landesregierung auf Twitter

Please enable JavaScript.

Inestor's Link - Welcome to the Business Location No. 1 in Europe
Welt:Bürger gefragt!

Fußleiste