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Die wertvollste Ressource Baden-Württembergs sind die Fähigkeiten, die Talente und die Kreativität der Menschen, die hier leben. Die beste Bildung für alle Kinder und Jugendlichen hat deshalb höchste Priorität für die grün-rote Landesregierung. Ihr Ziel ist es, bestehende Bildungsblockaden einzureißen und echte Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen. Die Landesregierung stellt deshalb die individuelle Förderung von der Kindertagestätte bis zur Hochschule ins Zentrum ihrer Politik.

Auf den Anfang kommt es an

Nie wieder lernen wir so viel und so schnell wie in den ersten Jahren unseres Lebens. Deshalb startet die Landesregierung eine Qualitätsoffensive bei der frühkindlichen Bildung und baut die Betreuungsplätze aus. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz soll ab August 2013 ohne Wenn und Aber umgesetzt werden. Alle Eltern, die einen Krippenplatz für ihr Kind haben wollen, sollen diesen erhalten. Dazu kommt: Die Landesregierung verbessert auch die Qualität der frühkindlichen Bildung – das gilt vor allem für die Sprachförderung. Denn Sprache ist der Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe.

Bildungsaufbruch an den Schulen

Nicht die Kinder sollen sich der Schule anpassen müssen, sondern die Schule muss den Kindern angepasst werden. Die Landesregierung stößt deshalb eine innovative Schulentwicklung von unten an. Dort, wo Schulträger, Eltern und Lehrkräfte dies wollen, sollen künftig zehnjährige Gemeinschaftsschulen angeboten werden können. Die Gemeinschaftsschule bringt Chancengerechtigkeit, bietet den Rahmen für die bestmögliche individuelle Förderung und sie sichert gerade im ländlichen Raum wohnortnahe Schulstandorte mit einem breiten Angebot an Schulabschlüssen. Im Frühjahr 2012 soll die Gemeinschaftsschule im Schulgesetz verankert werden, im September 2012 sollen dann die ersten etwa 30 Schulen an den Start gehen.

Außerdem wird die Landesregierung die Ganztagesschulen flächendeckend ausbauen – damit Schulen zu einem Lern- und Lebensort werden. Damit Kinder in der Grundschule stressfrei lernen können, ersetzt die Landesregierung voraussichtlich bis zum Frühjahr 2012 die verbindliche Grundschulempfehlung durch eine qualifizierte Beratung der Eltern. Die Eltern entscheiden danach über die weiterführende Schule für ihr Kind.

An den Werkrealschulen sollen künftig mehr Schülerinnen und Schüler einen mittleren Schulabschluss machen können als bisher. Die bisherige Notenhürde nach der neunten Klasse soll deshalb entfallen.

Kinder mit Behinderung sollen gleichberechtigt an der Schule teilnehmen können. Deshalb werden die Eltern von Kindern mit Behinderung ein Wahlrecht erhalten: Sie sollen künftig selbst entscheiden können, ob ihre Kinder eine Sonderschule oder eine Regelschule besuchen.

Hochschulen in Höchstform

Baden-Württemberg hat eine hervorragende und vielfältige Hochschul- und Forschungslandschaft. Mit 56 staatlichen Hochschulen und Berufsakademien und 67 Standorten ist eine flächendeckende Versorgung des Landes mit den Leistungen dieser Einrichtungen sicher gestellt. Baden-Württemberg unterhält neun Universitäten, sechs Pädagogische Hochschulen und 23 Fachhochschulen sowie zwei verwaltungsinterne Fachhochschulen. Dazu kommen fünf Musikhochschulen, zwei Kunstakademien, die Hochschule für Gestaltung, die Filmakademie und die Popakademie sowie acht Berufsakademien. 18 weitere Hochschulen befinden sich in nichtstaatlicher Trägerschaft.

Damit jede Abiturientin und jeder Abiturient im Südwesten eine faire und realistische Chance auf einen Studienplatz bekommt, baut die Landesregierung die Studienplätze deutlich aus. Das Land wird im Jahr 2012 bis zu 22.000 zusätzliche Studienanfängerplätze an den Landeshochschulen bereitstellen.

Die Möglichkeit zu studieren darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Grün-Rot wird deshalb die Studiengebühren im Land zum Sommersemester 2012 abschaffen. Den Hochschulen wird der Ausgleich des Gebührenaufkommens garantiert.

Die Studierenden sollen mehr Mitsprachrechte an der Hochschule erhalten: Sie werden an wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen beteiligt, die Verfasste Studierendenschaft wird wieder eingeführt.

Lebenslanges Lernen

Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind unverzichtbare Säulen unserer heutigen Wissensgesellschaft. Erklärtes Ziel der Landesregierung ist es, das lebenslange Lernen zu fördern und zu stärken. Dafür gibt es Angebote zahlreicher Einrichtungen der Weiterbildung, von den Volkshochschulen bis zu den Universitäten.


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