Frühkindliche Bildung

Frühkindliche Bildung

Auf den Anfang kommt es an

  • Kleinkind auf Rutsche

Auf den Anfang kommt es an. Denn nie wieder lernen wir so viel und so schnell wie in den ersten Jahren unseres Lebens. Wir verbessern deshalb die frühkindliche Bildung und bauen die Kinderbetreuungsplätze aus.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Landesregierung die Investitionen in die frühkindliche Bildung massiv erhöht. Damit hat sie die Städte und Gemeinden bei der Schaffung ausreichender und qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze unterstützt. Auch in den kommenden Jahren wollen wir die frühkindliche Bildung verbessern und ausbauen.

Die Kinder in den Mittelpunkt stellen

Bei der frühkindlichen Bildung stehen das Wohl und die Entwicklung unserer Kinder im Mittelpunkt. Daran orientiert sich die Politik der Landesregierung in den kommenden Jahren. Wir wollen die verschiedenen Betreuungsangebote, gemessen am Bedarf, weiter ausbauen und die Qualität der Betreuung stetig verbessern.

Dabei geht es nicht nur um die Betreuung der Kleinsten in den Kitas, sondern auch um eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Die Kitas fördern die persönliche und soziale Entwicklung der Kinder und vermitteln ihnen altersgerechtes Wissen. Mit einem Kinderbildungspass wollen wir die Familien im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung finanziell entlasten.

Sprachförderung ab dem ersten Kindergartenjahr

Sprache ist der Schlüssel für eine gute Bildung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die frühkindliche Sprachförderung ist deshalb ein Kernanliegen unserer Bildungspolitik. Die Landesregierung stellt aktuell 21 Millionen Euro pro Jahr für die Sprachförderung in den Kindertagesstätten bereit.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Landesregierung das Sprachförderprogramm SPATZ (Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) entwickelt und ausgebaut. Kinder mit Sprachförderbedarf werden ab dem ersten Kindergartenjahr bis zum Schuleintritt gefördert. Wir entwickeln das Programm SPATZ sowie die Sprachbegleitung und die Sprachförderung der Kinder neben der Gruppenförderung alltagsintegriert und stärkenorientiert weiter. Das Programm „Singen-Bewegen-Sprechen“ unter dem Dach von SPATZ entwickeln wir zur Stärkung der frühmusikalischen Bildung qualitativ weiter.

Qualität bei der Ausbildung und im Beruf

Wir haben in Baden-Württemberg engagierte und qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher. Eine gute Kinderbetreuung steht und fällt mit gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften in den Kindertageseinrichtungen. Wir brauchen aber noch mehr Fachkräfte für die Kindertagesstätten. Neben der Fachschulausbildung hat sich das Modell der praxisintegrierten Ausbildung (PIA) bewährt. Es soll deshalb neben der Fachschulausbildung mit weiteren Standorten zu einem Regelangebot werden. Insgesamt setzt die Landesregierung auf ein Miteinander akademisch und beruflich qualifizierter Fach- und Führungskräfte.

Für die Landesregierung ist auch eine gute Personalausstattung die Grundlage für die Qualität der frühkindlichen Bildung. Bereits jetzt ist Baden-Württemberg bundesweit Spitzenreiter beim Betreuungsschlüssel in den Kitas. Wir wollen die Rahmenbedingungen weiter so gestalten, dass die Erzieherinnen und Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte mehr Zeit für die Kinder zur Verfügung haben.

Gute Kitas wollen wir in einem Modellversuch mit einem zu schaffenden Zertifikat auszeichnen.

Kinder- und Familienzentren

Kindertageseinrichtungen sollen die Möglichkeit haben, sich zu Kinder- und Familienzentren weiter zu entwickeln. Sie können Familien Unterstützung anbieten und niederschwellige Angebote zur Familienbildung machen. Dabei soll das Themenspektrum vom Kleinkindalter bis zur selbstbestimmten Pflege im Alter gehen. Die Kinder- und Familienzentren vernetzen Selbsthilfe und Ehrenamt. Dabei bieten sie einen professionellen Kern an breit aufgestellten Fachkräften.


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