Energiespartipps

Energiespartipps

Energiesparen lohnt sich

  • Stromzähler (Bild: dpa)

Je weniger Energie Sie verbrauchen, desto besser fürs Klima – und für Ihren Geldbeutel. Mit ein paar einfachen Handgriffen und kleinen Umstellungen im Alltag können Sie das Klima schützen und gleichzeitig Ihre Strom- und Wasserkosten senken. Wir haben einige Energiespartipps für Sie zusammengestellt.

Einfach mal abschalten

Auch Fernseher, Stereoanlage, Computer oder DVD-Player brauchen mal eine Pause. Oft sind diese Geräte jedoch dauerhaft im Standby-Modus, in dem sie trotzdem noch Strom verbrauchen. Bei Geräten, die Sie nicht benutzen, sollten Sie deshalb den Netzstecker ziehen oder sie per abschaltbarer Steckleiste komplett ausschalten.

Die helle Sparfreude

Energiesparlampen sind etwa fünfmal so effizient wie normale Glühlampen, da sie bei gleicher Helligkeit gegenüber Glühlampen etwa 80 Prozent weniger Strom verbrauchen. Energiesparlampen halten außerdem etwa 5 bis 15 Mal länger als normale Glühbirnen. Mit Energiesparlampen können Sie also nicht nur eine Menge Strom, sondern auch bares Geld sparen.

Inzwischen sind auch LED-Lampen auf dem breiten Markt angekommen. LED-Lampen machen aus wenig Strom viel Licht. Sie funktionieren mittels eines Halbleiters. Sie sind kaum teurer als die Energiesparlampen, haben ihnen gegenüber jedoch auch einige Vorteile. In den LED-Lampen befindet sich kein Quecksilber und sie haben direkt nach dem Einschalten ihre volle Helligkeit.

Lassen Sie das Licht nur dort brennen, wo Sie es auch tatsächlich brauchen. Verwenden Sie für Ihre Außenbeleuchtung einen Bewegungsmelder. Dieser erzeugt nur dann Licht, wenn es auch tatsächlich benötigt wird, also nur wenn sich eine Person in seinem Sensorradius befindet.

Augen auf beim Gerätekauf

Bei einem Neukauf sollten Sie auf die Energieeffizienzklasse der Geräte achten. Mit einem Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen Sie jährlich rund 100 Kilowattstunden weniger Strom als mit ähnlich großen A-Geräten. Damit können Sie pro Jahr 25 Euro Stromkosten sparen. Somit kommen die höheren Anschaffungskosten von sparsamen Geräten durch die niedrigeren Stromkosten wieder rein. Auch auf Geschirrspülern, Waschmaschinen und sogar auf Fernsehgeräten ist die Energieeffizienzklasse angegeben.

Waschen Sie im Schongang

Wenn Sie bei gering verschmutzter Wäsche eine möglichst niedrige Waschtemperatur (oft reichen 30 Grad) wählen und auf den Vorwaschgang verzichten, können Sie viel Strom sparen. Das Fassungsvermögen der Waschmaschine sollten Sie möglichst gut ausnützen. Ihre Wäsche sollten Sie, wenn es Ihnen möglich ist, im Freien oder in einem unbeheizten Trockenraum aufhängen. Ansonsten empfehlen wir Ihnen, möglichst gleichartiges Gewebe zusammen in den Trockner zu legen. Auch den Trockner sollten Sie voll beladen, ohne ihn dabei zu überladen.

Kalkulieren Sie eiskalt

Stellen Sie Ihren Kühlschrank oder Ihre Gefriertruhe an den richtigen Platz – also zum Beispiel nicht neben den Herd. Wenn es Ihre Raumsituation erlaubt, stellen Sie Ihren Gefrierschrank in die Abstellkammer oder in den Keller. Mit einem Grad weniger Raumtemperatur sparen Sie etwa bei Gefriergeräten drei Prozent Strom. Wählen Sie die richtige Kühltemperatur: 7 Grad reichen für den Kühlschrank aus, -18 Grad sind für den Gefrierschrank optimal. Auch regelmäßiges Abtauen ist wichtig.

Sparsame Spülhelfer

Ihre Geschirrspülmaschine sollten Sie von einem Kalt- auf einen Warmwasseranschluss umlegen lassen, da so deutlich weniger elektrischer Strom verbraucht wird. Den Geschirrspüler sollten Sie möglichst voll beladen und Programme mit niedriger Temperatur oder Sparprogramme verwenden. Spülen Sie nicht mit der Hand vor – Sie können grobe Reste mit einem Papiertuch entfernen.

Jeder Topf hat einen passenden Deckel

Mit einem gut schließenden Topfdeckel können Sie Energie sparen. Mit sogenannten Sandwich-Böden (innen Aluminium, außen Chromnickelstahl) verbessern Sie den Wärmeübergang vom Herd zum Topf. Wenn Sie Dampfkochtöpfe verwenden, reduzieren sich die Garzeit und den Energiebedarf um bis zu 60 Prozent bei langkochenden, und um 30 bis 40 Prozent bei kurzkochenden Gerichten. Achten Sie darauf, dass der Topf auf die Herdplatte passt. Bei einem zu kleinen Topf geht jede Menge Energie verloren. Ist der Topf zu groß, wird die Garzeit unnötig verlängert. Ein Vorheizen des Backofens ist oft unnötig.

Der richtige Rechner rechnet sich

Wenn Sie Ihren Computer nur für Texte, Internet und E-Mails verwenden, benötigen Sie keinen Hochleistungsrechner. Zum Vergleich: Ein „Gamer-PC“ für aufwendige Spiele kann im Jahr rund 150 Euro Stromkosten verursachen, ein sparsamer Multimedia-PC hingegen nur rund 17 Euro. Ein Notebook braucht weniger Energie als ein normaler PC und ist zudem platzsparender, leichter und flexibler. Allerdings ist er in der Anschaffung deutlich teurer als ein Desktop-Rechner gleicher Leistung. Außerdem ist die feste Verbindung von Tastatur und Bildschirm für langes Arbeiten nicht zu empfehlen.

Bei der Entscheidung für das richtige Zubehör ist es für die Strombilanz von Vorteil auch Multifunktionsgeräte zu verwenden, die etwa Drucker, Kopierer, Scanner und Fax in einem Gerät vereinen.

Gucken Sie nicht in die Röhre

Beim Fernseher gilt: Flachbildschirme verbrauchen weniger Strom als Röhrengeräte. Auch hier sollten Sie auf das Energieeffizienz-Label achten. Gerade bei Fernsehgeräten, die im Schnitt mehrere Stunden am Tag laufen, lassen sich große Ersparnisse erzielen. DVD-Player, Receiver und Stereoanlagen sollten über einen Netzschalter verfügen. Am besten ist, Sie schalten alle Geräte nach dem Fernseh- oder Musikgenuss mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste ab.

Heizen mit Köpfchen

In den eigenen vier Wänden wollen wir es warm und behaglich haben. Gleichzeitig sollten wir uns bewusst machen: Wenn wir die Heiztemperatur um nur ein Grad senken, sparen wir sechs Prozent Energie und somit Heizkosten. Wird ein Wohnraum auf 24 anstatt 20 Grad beheizt, erhöht das die Energierechnung um fast ein Viertel. Deshalb sollten Sie einen guten Kompromiss finden und überlegen, welche Räume wie warm beheizt werden sollen. Beachten Sie auch, dass die Elektro-Direktheizgeräte die teuerste Form der Wärmeerzeugung sind. Prüfen Sie, ob sich an Ihren Heizkörpern programmierbare Thermostate anbringen lassen. Damit können Sie die Heizung ganz einfach so programmieren, dass sie nur läuft, wenn auch jemand zu Hause ist.

Ganz wichtig ist das richtige Lüften: Sie sollten regelmäßig kurz Stoßlüften und dabei die Thermostate zudrehen. Vermeiden Sie es, die Fenster über lange Zeit gekippt zu lassen.

Verborgene Stromfresser sind die Heizungspumpen im Keller. Sie laufen in der Heizperiode ununterbrochen und pumpen das warme Wasser durch die Heizungen. Moderne Pumpen brauchen heute nur einen Bruchteil der Energie wie vor zwanzig Jahren. Es lohnt sich also, wenn Sie Ihre alte Pumpe gegen eine neue austauschen.

Heiße Quellen

Das Wasser sollten Sie nicht unnötig laufen lassen. Sinnvoll sind Spararmaturen – diese Wasserhähne oder Duschköpfe erzeugen durch die Luftzumischung einen vollen Wasserstrahl, verringern dabei aber den Wasserdurchlauf. Duschen Sie lieber, denn beim Duschen verbrauchen Sie nur etwa ein Drittel des Wassers und der Energie wie bei einem Bad.


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